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Dollar profitiert von Warsh-Nominierung – Yen unter Druck vor Japan-Wahl

Fed-Kandidat Kevin Warsh sorgt für Auftrieb beim Greenback, während der Yen schwächelt.

Dollar profitiert von Warsh-Nominierung – Yen unter Druck vor Japan-Wahl

Der US-Dollar hat seine Gewinne zu Wochenbeginn verteidigt, nachdem die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Chef die Märkte in Bewegung gebracht hatte. Die Ernennung durch Präsident Donald Trump löste am Freitag einen Ausverkauf bei risikoreichen Anlagen aus, während der Dollar seine Verluste vom Wochenbeginn wieder aufholen konnte. Der Dollar-Index stabilisierte sich am Montag bei 97,22 Punkten, nachdem er am Vortag um ein Prozent zugelegt hatte.

Marktteilnehmer erwarten von Warsh eine moderate Zinspolitik bei gleichzeitiger Straffung der Fed-Bilanz. Eine kleinere Bilanz reduziert typischerweise das Geldangebot und stützt damit den Dollar. Richard Clarida, ehemaliger Fed-Vizepräsident und heute Wirtschaftsberater bei PIMCO, rechnet mit zwei Zinssenkungen in diesem Jahr, möglicherweise sogar einer dritten. Allerdings werde Warsh auf ein gespaltenes Offenmarktkomitee treffen.

Die Märkte preisen derzeit zwei Zinssenkungen für 2026 ein, wobei die erste Maßnahme frühestens im Juni erwartet wird – vorausgesetzt, der Senat bestätigt Warsh. Im Gegensatz zu anderen Kandidaten gilt Warsh nicht als Befürworter aggressiver Zinssenkungen, obwohl er als lockerer als der amtierende Fed-Chef Jerome Powell eingeschätzt wird. Clarida betonte, dass Warsh nach den ersten Lockerungsschritten "vorsichtiger hinsichtlich der Inflationsaussichten" sein könnte.

Euro und Pfund unter Druck

Der Euro notierte am Montag deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 1,20 Dollar bei 1,1848 Dollar. Das britische Pfund gab leicht nach und handelte bei 1,3680 Dollar. Beide Währungen litten unter der allgemeinen Dollar-Stärke, die durch die Warsh-Nominierung ausgelöst wurde.

Yen im Fokus vor Parlamentswahl

Besondere Aufmerksamkeit richtete sich auf den japanischen Yen, der am Montag um 0,4 Prozent auf 155,39 pro Dollar nachgab. Die Schwäche der japanischen Währung wurde durch Äußerungen von Premierministerin Sanae Takaichi befeuert, die am Wochenende die Vorteile eines schwächeren Yen hervorhob – ein Ton, der im Widerspruch zur Politik des Finanzministeriums steht.

Eine Umfrage der Zeitung Asahi deutet auf einen Erdrutschsieg der regierenden Liberaldemokratischen Partei bei den bevorstehenden Unterhauswahlen hin. Analysten der Societe Generale erwarten, dass ein starkes Mandat Takaichi ermöglichen würde, ihre expansive Fiskalpolitik ohne Einschränkungen umzusetzen. Dies würde zunächst zu einer höheren Risikoprämie für langfristige japanische Staatsanleihen und weiterer Yen-Schwäche führen.

Investoren haben im Vorfeld der Wahl bereits Yen-Positionen abgebaut, da sie bei einem klaren Wahlsieg mit expansiverer Fiskalpolitik und versprochenen Steuersenkungen rechnen. Allerdings bleiben Händler wachsam hinsichtlich möglicher koordinierter Währungsinterventionen der USA und Japans, nachdem entsprechende Gespräche Ende Januar zu einem starken Yen-Anstieg geführt hatten.

Rohstoffwährungen unter Druck

Der australische Dollar verlor 0,54 Prozent auf 0,6926 US-Dollar und litt unter der allgemeinen Risikoaversion an den Märkten. Die Reserve Bank of Australia wird am Dienstag ihre Zinsentscheidung bekanntgeben, wobei eine Erhöhung erwartet wird. Der neuseeländische Dollar rutschte um 0,3 Prozent auf 0,6001 Dollar ab.

Die Währungsbewegungen erfolgten weitgehend isoliert von einem breiteren Marktrutsch, der durch einen Einbruch bei Gold und Silber ausgelöst wurde. Investoren verkauften profitable Positionen, um Nachschussforderungen zu bedienen, was sich auch auf die Aktienmärkte auswirkte.

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