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Dollar profitiert von Warsh-Nominierung – Yen vor Japan-Wahl unter Druck

Fed-Kandidat Kevin Warsh stärkt Greenback, während japanische Währung vor Parlamentswahl schwächelt.

Dollar profitiert von Warsh-Nominierung – Yen vor Japan-Wahl unter Druck

Der US-Dollar hat nach der Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Chef der Federal Reserve deutlich an Stärke gewonnen. Die Devisenmärkte reagierten positiv auf die Personalie, da Investoren davon ausgehen, dass Warsh einen vorsichtigen geldpolitischen Kurs verfolgen und keine raschen Zinssenkungen vorantreiben wird. Zugleich zeigten sich Marktteilnehmer erleichtert, dass die Ernennung Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Notenbank zerstreute.

Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, notierte bei 97,33 Punkten und damit nahe dem Wochenhoch von 97,73 Punkten vom Montag. Der Euro handelte leicht fester bei 1,1834 Dollar, während das britische Pfund bei 1,3715 Dollar verharrte. Beide Notierungen bewegen sich im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England am Donnerstag, bei denen keine Zinsänderungen erwartet werden.

Die Dollar-Stärke seit der Warsh-Ankündigung setzte insbesondere Edelmetalle unter erheblichen Druck, obwohl sich diese Märkte inzwischen etwas erholt haben. Im Januar war der Dollar-Index noch um 1 Prozent gefallen, nachdem er im Vorjahr bereits um 9,4 Prozent nachgegeben hatte. Ursächlich waren damals Fed-Zinssenkungen, schrumpfende Zinsdifferenzen zu anderen Hauptwährungen sowie Sorgen um US-Haushaltsdefizite und politische Unsicherheit.

Warsh steht schwierige Aufgabe bevor

Strategen der UOB warnen, dass die Volatilität im Vorfeld der Ernennung von Warsh wahrscheinlich hoch bleiben wird. "Dies wird wahrscheinlich viel Spektakel während des bevorstehenden Bestätigungsverfahrens im Kongress beinhalten, was möglicherweise kein unkomplizierter Prozess wird", heißt es in einer Mitteilung. Warsh müsse beweisen, dass er ein objektiver und stabiler Fed-Vorsitzender sein könne, der in der Lage ist, den gesamten Offenmarktausschuss hinter sich zu bringen.

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am späten Dienstag ein Ausgabengesetz, das einen viertägigen teilweisen Regierungsstillstand beendete. Allerdings werden entscheidende Arbeitsmarktdaten, die am Freitag hätten veröffentlicht werden sollen, aufgrund des Shutdowns verzögert. Dies sorgt für zusätzliche Unsicherheit an den Märkten.

Yen unter Druck vor japanischen Wahlen

Der japanische Yen notierte am Mittwoch 0,3 Prozent schwächer bei 156,26 pro Dollar – dem niedrigsten Stand seit dem 23. Januar. Die Aussicht auf eine gemeinsame US-japanische Intervention zur Stützung des Yen hatte die Währung zwar zunächst stabilisiert, doch steht das Schicksal des Yen vor den japanischen Wahlen am Wochenende auf der Kippe.

Bei der nationalen Wahl sucht Premierministerin Sanae Takaichi die Unterstützung der Wähler für höhere Ausgaben, Steuersenkungen und eine neue Sicherheitsstrategie mit beschleunigtem Verteidigungsaufbau. "Ein starkes Abschneiden der LDP wird Takaichi ermutigen, ihre Haushaltsstimulierungspläne voranzutreiben, was das Risiko einer größeren Staatsverschuldung erhöht und japanische Staatsanleihen sowie den Yen belasten würde", warnte Carol Kong, Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank of Australia. Takaichi hatte Anfang dieser Woche bereits einen Yen-Ausverkauf ausgelöst.

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