Dollar-Risikoprämie steigt nach Trump-Äußerungen deutlich an
Barclays-Analysten warnen vor wachsender Risikoprämie beim US-Dollar nach präsidialen Interventionen

Die Risikoprämie für US-Dollar-Anlagen baut sich weiter auf und könnte in den kommenden Wochen noch zunehmen. Zu diesem Schluss kommen Analysten der britischen Großbank Barclays nach jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Dollarschwäche. Die Experten Themistoklis Fiotakis und Lefteris Farmakis sehen eine wachsende Kluft zwischen Zinserwartungen und tatsächlichen Wechselkursen.
Der Euro hat sich zum bevorzugten Instrument für Anleger entwickelt, die gegen den Dollar wetten wollen. Das Währungspaar EUR/USD notiert erstmals seit 2021 wieder über der Marke von 1,20 Dollar, obwohl Zinsindikatoren lediglich einen Kurs im mittleren Zehnerbereich nahelegen würden. Diese Diskrepanz deutet auf eine erhebliche Risikoprämie hin, die Investoren für Dollar-Investments verlangen.
Trump hatte am Dienstag Bedenken über den starken Dollarrückgang zurückgewiesen und den aktuellen Währungswert als "großartig" bezeichnet. Die Märkte reagierten jedoch skeptisch auf diese Einschätzung und setzten ihre Dollar-Verkäufe fort. Der Greenback steuert auf seinen größten Wochenverlust seit April zu und notiert auf Vierjahrestiefs.
Druck aus Japan verstärkt Dollar-Schwäche
Zusätzlichen Druck erhält der Dollar vom japanischen Yen, der sich aufgrund von Spekulationen über eine mögliche gemeinsame Intervention Japans und der USA zur Stützung der japanischen Währung deutlich erholt hat. Händler richten ihren Fokus nun auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, die weitere Impulse für die Dollarbewertung liefern könnte.
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Zur AktienanalyseDie Barclays-Analysten betonen jedoch, dass die beobachteten Zusammenhänge zwischen Zinsen und Wechselkursen "keine Naturgesetze" seien. Dennoch bleibt die Entwicklung der Dollar-Risikoprämie ein wichtiger Indikator für die Stimmung an den Devisenmärkten und könnte für weitere Volatilität sorgen.


