Dollar schwächelt: Asiatische Währungen legen zu – Yen enttäuscht
Die meisten asiatischen Währungen verzeichnen Gewinne, während der Dollar auf die schwächste Woche seit sechs Monaten zusteuert. Der japanische Yen bleibt jedoch zurück, nachdem die Bank of Japan die Zinsen unverändert ließ.

Die meisten asiatischen Währungen legten am Freitag zu, während der US-Dollar auf seine schwächste Woche seit sechs Monaten zusteuert. Der Dollar-Index verzeichnete einen Wochenrückgang von über 1 Prozent – der stärkste Rückgang seit Juni 2025. Doch nicht alle Währungen profitierten gleichermaßen: Der japanische Yen blieb deutlich zurück.
Bank of Japan hält Zinsen stabil
Die Bank of Japan (BOJ) beließ ihren Leitzins in einer nahezu einstimmigen Entscheidung bei 0,75 Prozent. Gleichzeitig hob die Zentralbank ihre Prognosen für Inflation und Wirtschaftswachstum in den Fiskaljahren 2025 und 2026 leicht an. Als Begründung verwies sie auf erwartete Unterstützung durch höhere Staatsausgaben.
Der Yen konnte von dieser Entscheidung jedoch nicht profitieren. Das Währungspaar USD/JPY stieg um rund 0,2 Prozent. Belastend wirken Bedenken über Japans angespannte Haushaltslage. Japanische Staatsanleihen wurden diese Woche stark abverkauft, da Investoren auf weiteren fiskalischen Stress unter Premierministerin Sanae Takaichi wetten, die Anfang Februar vorgezogene Neuwahlen ausgerufen hatte.
Zusätzlichen Druck auf den Yen übten Verbraucherpreisdaten aus, die zeigten, dass die japanische Gesamtinflation auf den schwächsten Stand seit Anfang 2022 gefallen ist. Die Kerninflation blieb jedoch über dem BOJ-Ziel von 2 Prozent. Marktteilnehmer warten nun auf eine Ansprache von BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda, die weitere Hinweise auf die geldpolitische Ausrichtung geben soll.
Chinesischer Yuan auf Höhenflug
Der chinesische Yuan zeigte sich besonders stark. Das Paar USD/CNY fiel um 0,1 Prozent und notiert nahe seinem stärksten Stand seit Mitte 2023. Die People's Bank of China setzte am Freitag erstmals seit 2023 ihren täglichen Yuan-Mittelkurs unter 7 Yuan – ein klares Signal der Unterstützung für die heimische Währung.
Auch andere asiatische Währungen profitierten von der Dollarschwäche. Der australische Dollar legte leicht zu, während der Singapur-Dollar und der Taiwan-Dollar jeweils um 0,1 Prozent zulegten. Der südkoreanische Won hinkte dagegen hinterher und verlor 0,2 Prozent.
Indische Rupie bleibt unter Druck
Die indische Rupie zeigte sich weiterhin defensiv und notiert über der Marke von 91 Rupien pro Dollar. Anfang der Woche hatte die Währung ein Rekordtief erreicht. Die mangelnde Klarheit über ein mögliches Handelsabkommen zwischen Indien und den USA stimmt Händler vorsichtig.
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Zur AktienanalyseGeopolitische Risiken bremsen Gewinne
Die Gewinne der asiatischen Währungen wurden durch erhöhte geopolitische Unsicherheit begrenzt. Die unklaren Bedingungen eines US-Abkommens über Grönland sowie Präsident Donald Trumps Warnung vor einer "Armada", die sich in Richtung Iran bewege, dämpften die Risikobereitschaft der Investoren.
Die BOJ bekräftigte in ihrer geldpolitischen Erklärung, dass die Zinssätze steigen werden, sobald sich Inflation und Wachstum im Einklang mit den Prognosen verbessern. Wann dieser Zeitpunkt erreicht sein wird, bleibt jedoch offen.


