Dollar stabilisiert sich nach Erholung – Euro vor wichtigen Inflationsdaten
US-Währung erholt sich von Vierjahrestief, während Eurozone auf kritische Preisentwicklung blickt.

Der US-Dollar hat sich am Mittwoch stabilisiert, nachdem er sich in den vergangenen Tagen deutlich von seinen jüngsten Vierjahrestiefs erholt hatte. Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, notierte bei 97,245 Punkten und lag damit über eine Woche gesehen mehr als ein Prozent im Plus.
Auftrieb erhielt die US-Währung durch die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Chef der Federal Reserve. Die Märkte gehen davon aus, dass Warsh eine straffere Geldpolitik verfolgen wird als ursprünglich erwartet. Seine mögliche Bestätigung durch den Senat und die Auswirkungen auf die US-Zinspolitik stehen nun im Fokus der Investoren. Warsh soll im Mai die Nachfolge von Jerome Powell antreten.
Ein kurzer Regierungsstillstand in den USA hatte kaum Auswirkungen auf den Dollar, führte jedoch zur Verschiebung wichtiger Arbeitsmarktdaten, die ursprünglich für Freitag geplant waren. Dennoch stehen im Tagesverlauf bedeutende Wirtschaftsindikatoren an, darunter die ADP-Arbeitsmarktdaten und der ISM-Dienstleistungsindex.
Eurozone im Fokus der Märkte
Der Euro legte leicht zu und notierte bei 1,1826 Dollar. Im Mittelpunkt steht die Veröffentlichung der vorläufigen Inflationsdaten für Januar. Analysten erwarten einen Rückgang der Verbraucherpreise auf 1,7 Prozent im Jahresvergleich – deutlich unter dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank.
Die EZB wird voraussichtlich ihren Leitzins zum fünften Mal in Folge bei zwei Prozent belassen. Allerdings könnte eine deutliche Abweichung bei den Inflationszahlen die Notenbanker beunruhigen. Sie hatten zuletzt Sorgen über die schnelle Aufwertung des Euro geäußert, der in der vergangenen Woche ein 4,5-Jahres-Hoch bei 1,2084 Dollar erreicht hatte.
"EUR/USD notiert etwa 0,8 Prozent über seinem kurzfristigen fairen Wert", erklärten Analysten der ING. "Sollten die US-Daten heute relativ gut ausfallen, sehen wir in den nächsten Tagen Druck, wieder unter 1,180 zu fallen."
Britisches Pfund und asiatische Währungen
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Zur AktienanalyseDas britische Pfund gewann 0,3 Prozent auf 1,3729 Dollar. Die Bank of England wird bei ihrer geldpolitischen Sitzung am Donnerstag voraussichtlich ihren Leitzins unverändert lassen.
In Asien legte der Dollar gegenüber dem Yen um 0,4 Prozent auf 156,43 zu und näherte sich damit seinem höchsten Stand seit fast zwei Wochen. Der Yen geriet unter Druck, nachdem Äußerungen von Premierministerin Sanae Takaichi Zweifel an möglichen Interventionen Tokios am Devisenmarkt aufkommen ließen. Die vorgezogenen Unterhauswahlen am 8. Februar stehen nun im Fokus, bei denen Takaichis Partei auf einen deutlichen Sieg zusteuert.
Der australische Dollar zeigte sich nach der restriktiven Sitzung der Reserve Bank of Australia weiter fest und notierte bei 0,7037 US-Dollar. Die RBA hatte die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht und ihre Wachstums- und Inflationsprognosen angehoben.


