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Dollar stabilisiert sich nach historischem Kursrutsch

Der US-Dollar erholte sich am Mittwoch nach einem dramatischen Einbruch, der den Euro auf ein Dreijahreshoch katapultierte. Trumps unorthodoxe Währungspolitik verunsichert die Märkte weiterhin.

Der US-Dollar hat sich nach einem der schärfsten Kurseinbrüche seit Trumps Zoll-Offensive im April 2024 stabilisiert. Der Euro durchbrach erstmals seit 2021 die Marke von 1,20 Dollar, während der australische Dollar auf ein Dreijahreshoch über 70 Cents kletterte. Auch Gold profitierte und erreichte einen neuen Rekordwert.

In der asiatischen Handelssitzung stabilisierte sich der Dollar bei 152,76 Yen, nachdem er zuvor deutlich unter Druck geraten war. Der dramatische Ausverkauf wurde durch mehrere Faktoren ausgelöst: Trumps erratische Politikgestaltung, seine Angriffe auf die Federal Reserve und Signale, dass die USA bereit seien, Dollar zu verkaufen, um Japan bei der Stützung des Yen zu helfen.

Trump zeigt sich gelassen

"Dem Dollar geht es großartig", kommentierte Trump auf die Frage eines Reporters, ob der Dollar nicht zu stark gefallen sei. Diese scheinbare Gleichgültigkeit des Präsidenten gegenüber der Dollar-Schwäche ermutigt laut Analysten die Verkäufer, weiter Druck auszuüben.

Steve Englander, Leiter der globalen G10-Währungsanalyse bei Standard Chartered, erklärt: "Die Teilnehmer am Devisenmarkt suchen stets nach einem Trend, auf den sie aufspringen können. Wenn der Präsident Gleichgültigkeit zeigt oder die Bewegung sogar befürwortet, ermutigt dies USD-Verkäufer, weiter Druck zu machen."

Massive Verluste im ersten Amtsjahr

Der Dollar hat im ersten Jahr von Trumps zweiter Amtszeit 2025 mehr als 9 Prozent an Wert verloren. Die Federal Reserve wird am Mittwochabend zusammentreten, wobei keine Zinsänderung erwartet wird. Im Fokus steht vielmehr, wie Fed-Chef Jerome Powell mit Fragen zur Unabhängigkeit der Notenbank umgeht, nachdem Trump mit strafrechtlicher Verfolgung gedroht hatte.

Auswirkungen auf andere Märkte

Die Dollar-Schwäche wirkte sich auf sämtliche Anlageklassen aus. Gold erreichte einen Rekordwert von über 5.241 Dollar pro Unze, während Brent-Rohöl auf ein Vier-Monats-Hoch von 67,98 Dollar pro Barrel stieg. Rohstoffe profitieren generell von einem schwächeren Dollar, da sie in der US-Währung abgerechnet werden.

An der Wall Street erreichte der S&P 500 über Nacht ein Rekordschlussniveau. Investoren blicken nun gespannt auf die Quartalsergebnisse der Tech-Giganten Meta und Tesla, die am Mittwoch nach Börsenschluss ihre Zahlen präsentieren.

Asien-Pazifik im Fokus

In Asien legte Hongkongs Leitindex Hang Seng um 2 Prozent zu und erreichte damit ein Viereinhalbjahreshoch. In Australien schürt eine höher als erwartete Inflation die Erwartungen auf eine Zinserhöhung bereits in der kommenden Woche. Alle vier großen australischen Banken prognostizieren nun eine Anhebung.

Problematisch entwickelte sich dagegen der indonesische Aktienmarkt, der um 7 Prozent einbrach. Der Indexanbieter MSCI hatte Bedenken hinsichtlich undurchsichtiger Eigentumsverhältnisse geäußert und die Aktualisierungen indonesischer Einträge in seinen Produkten gestoppt.

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