Dominion Energy erhöht Investitionsplan auf 64,7 Milliarden Dollar
Der US-Versorger treibt den Ausbau seiner Infrastruktur voran – doch der Gewinnausblick 2026 enttäuscht Analysten.

Dominion Energy hat seinen Fünfjahres-Investitionsplan deutlich ausgeweitet und plant nun Sachinvestitionen von 64,7 Milliarden Dollar im Zeitraum 2026 bis 2030. Das entspricht einem Anstieg von rund 14,6 Milliarden Dollar gegenüber dem bisherigen Budget von 50,1 Milliarden Dollar bis 2029. Treiber dieser Expansion ist die rasant wachsende Nachfrage durch Rechenzentren für Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen.
Das in Richmond, Virginia, ansässige Unternehmen bedient mit seinen Stromnetzen den weltweit größten Rechenzentrumsmarkt. Bis Dezember hatte Dominion Energy fast 48,5 Gigawatt an Rechenzentrumskapazität vertraglich gesichert – ein Zuwachs von 1,4 Gigawatt gegenüber September. Zu den Kunden zählen Technologiegiganten wie Alphabet, Amazon, Microsoft, Meta und Equinix sowie Privatunternehmen wie CoreWeave und CyrusOne.
Nach Unternehmensangaben übersteigt der Rechenzentrumsmarkt in Virginia die kombinierte Kapazität der fünf nächstgrößten US-Märkte. Dieser strukturelle Vorteil macht Dominion zu einem zentralen Akteur im Infrastrukturausbau für die KI-Wirtschaft.
Gewinnprognose verfehlt Analystenschätzungen
Trotz des ambitionierten Investitionsplans reagierten Anleger zurückhaltend: Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel 1,4 Prozent. Grund ist der Gewinnausblick für das Geschäftsjahr 2026, den Dominion auf 3,45 bis 3,69 Dollar je Aktie beziffert. Der Mittelwert von 3,57 Dollar liegt damit unterhalb der durchschnittlichen Analystenerwartung von 3,60 Dollar laut LSEG-Daten.
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Zur AktienanalyseBelastet wird die Profitabilität durch steigende Betriebskosten. Im vierten Quartal kletterten diese im Jahresvergleich um knapp 11 Prozent auf 3,33 Milliarden Dollar. Dennoch übertraf der bereinigte Gewinn je Aktie mit 68 Cent knapp die Konsensschätzung von 67 Cent.
US-Versorgungsunternehmen stehen branchenweit unter Druck, ihre Infrastruktur angesichts extremer Wetterereignisse und der wachsenden Stromnachfrage durch Digitalisierung und KI massiv auszubauen. Dominion setzt dabei auf langfristige Verträge mit namhaften Technologiekonzernen als stabile Erlösbasis.


