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Dow reduziert Verlust dank Sparprogramm

Neue US-Anlagen und Kostendisziplin stabilisieren Ergebnis trotz Preisdruck

Dow reduziert Verlust dank Sparprogramm

Dow hat im dritten Quartal einen geringeren als erwarteten bereinigten Verlust verzeichnet. Kostensenkungen und höhere Produktionsmengen aus neuen Anlagen an der US-Golfküste konnten die anhaltende Schwäche der weltweiten Chemikalienpreise teilweise ausgleichen. Die Aktie des Unternehmens legte infolgedessen um 10,7 Prozent zu.

Das in Midland, Michigan, ansässige Chemieunternehmen meldete für das Quartal, das am 30. September endete, einen bereinigten Verlust von 19 US-Cent je Aktie. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Minus von 29 Cent gerechnet. Der Umsatz belief sich auf 9,97 Milliarden US-Dollar und blieb damit leicht unter den Erwartungen von 10,23 Milliarden US-Dollar.

Dow hat inzwischen mehr als die Hälfte der geplanten kurzfristigen Liquiditätsmaßnahmen in Höhe von 6,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Dazu zählen Investitionskürzungen von rund einer Milliarde US-Dollar sowie eine beschleunigte Erreichung der Kostensenkungsziele bis Ende 2026. Unternehmenschef Jim Fitterling hob hervor, dass die neuen Polyethylen- und Alkoxylierungsanlagen an der Golfküste maßgeblich zur Margensteigerung beigetragen hätten.

Finanzvorstand Jeff Tate erklärte, die makroökonomischen Rahmenbedingungen hätten sich kaum verändert. Die Nachfrage bleibe verhalten, könnte aber durch die beginnende Zinssenkungsphase künftig positiv beeinflusst werden. In Europa, im Nahen Osten, in Afrika und in Indien rechnet Dow mit weiterem Preisdruck, da asiatische Exporteure ihre Mengen verstärkt in diese Regionen umleiten, um US-Dumpingzölle zu vermeiden.

Die laufende Überprüfung der europäischen Standorte soll helfen, strukturelle Probleme zu adressieren. Maßnahmen wie geplante Werksschließungen in Europa sollen ab Mitte 2026 zu einem Anstieg des bereinigten Kerngewinns um rund 200 Millionen US-Dollar führen. Für das vierte Quartal erwartet Dow Nettoerlöse von 9,4 Milliarden US-Dollar, was unter der Analystenschätzung von 10,14 Milliarden US-Dollar liegt.

Fitterling betonte, dass das Unternehmen im dritten Quartal stabile Absatzmengen und eine starke Exportposition in den USA beobachtet habe. Trotz der derzeit schwierigen Marktbedingungen sieht Dow seine Wettbewerbsfähigkeit durch Kostendisziplin und Effizienzprogramme langfristig gestärkt.

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