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Dow- und S&P-Futures fallen wegen Iran-Israel-Eskalation am Montag

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten belasten die US-Futures, während Technologiewerte nach massiven Freitagsverlusten leichte Erholung zeigen.

Dow- und S&P-Futures fallen wegen Iran-Israel-Eskalation am Montag

Die US-Aktienfutures starteten uneinheitlich in die neue Handelswoche. Die Futures auf den Dow Jones und den S&P 500 gaben am frühen Montagmorgen nach, da die Eskalation zwischen dem Iran und Israel am Wochenende die Märkte belastete. Einzig die Nasdaq-100-Futures legten leicht zu und signalisierten eine mögliche begrenzte Erholung bei Technologiewerten.

Konkret notierten die S&P-500-Futures um 06:40 Uhr MEZ nahezu unverändert bei 7.397,25 Punkten. Die Nasdaq-100-Futures stiegen um 0,2 % auf 29.075,75 Punkte, während die Dow-Jones-Futures um 0,4 % auf 50.712,0 Punkte nachgaben. Die Nasdaq-Futures waren am Sonntagabend zunächst um bis zu 0,8 % gestiegen, gaben den Großteil dieser Gewinne jedoch wieder ab.

Nahost-Eskalation erschüttert Friedenshoffnungen

Der Hintergrund der Marktbewegungen ist ernst: Israel griff am Sonntagabend militärische Ziele im Iran an – als Vergeltung für Raketenangriffe Teherans, die zuvor am selben Tag stattgefunden hatten. Dies geschah, obwohl US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu gebeten hatte, auf Vergeltungsmaßnahmen zu verzichten, und dabei auf Hoffnungen auf ein Friedensabkommen mit Teheran verwies.

Die iranischen Angriffe wiederum erfolgten, nachdem Israel erklärt hatte, Ziele der Hisbollah in den südlichen Vororten von Beirut angegriffen zu haben, nachdem das Land die Feindseligkeiten im Südlibanon wieder aufgenommen hatte. Der Iran hatte seinerseits einen Waffenstillstand im Libanon als Vorbedingung für ein größeres Friedensabkommen mit den USA und Israel gefordert. Die Entwicklungen des Wochenendes untergruben die ohnehin fragilen Fortschritte in Richtung eines solchen Abkommens erheblich.

Die Ölpreise reagierten auf die Eskalation mit kräftigen Aufschlägen, was die Sorgen über energiebedingte wirtschaftliche Störungen weiter verstärkte. Diese Befürchtungen hatten die Wall Street bereits in der Vorwoche belastet.

Massiver Ausverkauf an der Wall Street am Freitag

Die uneinheitlichen Futures folgen auf einen turbulenten Freitag an der Wall Street. Der Nasdaq Composite brach um 4,2 % auf 25.709,43 Punkte ein und verzeichnete damit seinen schlechtesten Handelstag seit April 2025. Der S&P 500 verlor 2,6 % auf 7.383,74 Punkte, der Dow Jones Industrial Average fiel um 1,4 % auf 50.866,78 Punkte.

Haupttreiber der Verluste waren Chip- und Technologieaktien. Anleger nahmen nach einer massiven, durch Künstliche Intelligenz getriebenen Rallye der vergangenen Wochen Gewinne mit. Das KI-Schwergewicht Nvidia gab am Freitag um über 6 % nach und zog den gesamten Technologiesektor mit sich.

Starke US-Arbeitsmarktdaten erhöhen Zinsdruck

Zusätzlichen Druck auf die Märkte übten die US-Arbeitsmarktdaten für Mai aus. Die sogenannten Nonfarm Payrolls fielen deutlich stärker als erwartet aus und signalisierten eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes – trotz des wirtschaftlichen Gegenwinds durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten.

Die Stärke des Arbeitsmarktes gibt der US-Notenbank Federal Reserve mehr Spielraum für potenzielle Zinserhöhungen, insbesondere angesichts steigender energiegetriebener Preise. Diese Erwartung führte in der vergangenen Woche zu einem kräftigen Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen, was wiederum die Stimmung an der Wall Street zusätzlich trübte.

Für deutsche Anleger bedeutet das Zusammenspiel aus geopolitischer Unsicherheit, Zinsdruck und Technologiekorrektur ein erhöhtes Risikobewusstsein. Die kommenden Handelstage dürften maßgeblich davon abhängen, wie sich die Lage im Nahen Osten weiterentwickelt und ob die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen dem Iran und Israel neu belebt werden können.

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