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DRAM-ETF erreicht Rekordhoch: KI-Speicherchips als größter Engpass

Der Roundhill Memory ETF wächst schneller als jeder ETF zuvor – angetrieben von der explodierenden KI-Nachfrage nach Speicherchips.

DRAM-ETF erreicht Rekordhoch: KI-Speicherchips als größter Engpass

Der Roundhill Memory ETF (DRAM) hat in nur 43 Tagen ein verwaltetes Vermögen von 9,8 Milliarden US-Dollar erreicht. Laut dem Datenanbieter TMX VettaFi ist dies das schnellste Wachstum, das jemals ein börsengehandelter Fonds verzeichnet hat. Damit übertrifft der DRAM sogar den Hype rund um Bitcoin-ETFs.

Das rasante Wachstum erklärt Dave Mazza, CEO von Roundhill Investments, mit der begrenzten Anzahl von Unternehmen, die an der Produktion von High-Bandwidth Memory (HBM) oder DRAM-Chips beteiligt sind. Diese Chips gelten als wesentlicher Bestandteil der KI-Revolution. „Den Anlegern wird allmählich bewusst, dass der größte Engpass beim Ausbau der KI tatsächlich Speicherchips sind", sagte Mazza gegenüber dem Sender CNBC.

Angebot trifft auf explodierende Nachfrage

Mazza betont das massive Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Speicherchips. „Es besteht ein enormes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Speichern, was einer der Gründe dafür ist, dass sich die Aktien so gut entwickelt haben", so der Roundhill-Chef. Nur eine geringe Anzahl von Unternehmen weltweit ist überhaupt in der Lage, High-Bandwidth-Memory-Chips herzustellen.

Historisch gesehen war der Speicherchip-Markt für seine starken Zyklen bekannt. „Dies ist ein Bereich, in dem Speicherchips historisch gesehen extrem zyklisch waren. Wir haben Boom-and-Bust-Zyklen erlebt", erklärt Mazza. Der Grund dafür: Speicher war bislang in nahezu jedem Gerät verbaut – vom Smart-TV über Smartphones bis hin zu Autos.

Doch die Dynamik hat sich grundlegend verändert. „Was sich jedoch geändert hat, sind die Rechenzentren sowie das Wachstum und der Ausbau der KI", so Mazza. Der Bedarf der sogenannten Hyperscaler – also der großen Cloud-Anbieter – treibt die Nachfrage auf ein neues Niveau. Mazza schätzt, dass das Angebots-Nachfrage-Ungleichgewicht aufgrund der KI-Expansion bis ins Jahr 2028 andauern könnte.

Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial

Todd Rosenbluth, Leiter Research bei TMX VettaFi, zeigte sich überrascht vom Erfolg des Fonds. „Ich bin schockiert über die schnelle Akzeptanz des ETF, da die Nachfrage nach Speicheraktien über einen ETF nicht so aufgestaut war wie beim Bitcoin-Engagement", schrieb er in einer Mitteilung an CNBC. Er sieht den Trend als Teil einer breiteren Bewegung: „Themen-ETFs gewinnen weiterhin an Bedeutung, indem sie Zugang zu wachstumsstarken Unternehmen bieten."

Drew Pettit, Research Director für US-Aktien- und ETF-Strategie bei Citi Research, bleibt ebenfalls optimistisch. „Das Kursmomentum wird durch ein Gewinnmomentum gestützt. Dies ist der Bereich, in dem wir in diesem Jahr in den USA und weltweit die besten Gewinnrevisionen gesehen haben", sagte er. Pettit sieht die Bewertungen trotz der starken Kursgewinne als weiterhin angemessen an: „Wenn wir um 300% zulegen, die Gewinnerwartungen für die nächsten Jahre jedoch um das Sechs- bis Achtfache steigen, erscheint uns die Bewertung immer noch angemessen."

Seit seiner Auflegung ist der DRAM-ETF um mehr als 80% gestiegen. Für deutsche Anleger, die an der KI-Infrastruktur partizipieren möchten, rückt damit der bislang oft übersehene Speicherchip-Sektor in den Fokus – als mögliches Kernelement der globalen KI-Wertschöpfungskette.

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