Dream Finders erhöht Übernahmegebot für Beazer Homes auf Rekordhöhe
Der US-Hausbauer Dream Finders bietet nun 32 Dollar pro Aktie – ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem letzten Angebot.

Dream Finders Homes hat sein bisher höchstes Übernahmeangebot für den Konkurrenten Beazer Homes vorgelegt. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, 32 US-Dollar pro Aktie in bar für Beazer zahlen zu wollen. Gegenüber dem zuletzt im Mai veröffentlichten Gebot von 25,75 Dollar pro Aktie entspricht das einer Steigerung von 24 Prozent.
Der Markt reagierte prompt: Die Aktien von Beazer Homes stiegen im vorbörslichen Handel um 14 Prozent auf 31,34 Dollar. Das neue Angebot liegt damit leicht über dem vorbörslichen Kurs, was den Übernahmedruck auf Beazer deutlich erhöht.
Eine lange Geschichte von Angeboten und Gegenbewegungen
Dream Finders versucht bereits seit Anfang dieses Jahres, Beazer Homes zu übernehmen. Den Anfang machte im Februar ein Vorschlag über 28,50 Dollar pro Aktie, der im März auf 29 Dollar angehoben wurde. Die Übernahmebemühungen verliefen jedoch alles andere als geradlinig.
Als Beazer im April einen Verlust für das zweite Quartal meldete und der Aktienkurs daraufhin nachgab, nutzte Dream Finders die Gelegenheit und legte im Mai ein neues, niedrigeres Angebot über 25,75 Dollar pro Aktie vor. Dieses Angebot beinhaltete zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dennoch einen Aufschlag von 40 Prozent auf den damaligen Börsenkurs von Beazer – ein Zeichen dafür, wie stark die Aktie zwischenzeitlich gefallen war.
Nun dreht Dream Finders die Spirale erneut nach oben und übertrifft mit 32 Dollar pro Aktie alle bisherigen Gebote. Das aktuelle Angebot ist damit das höchste in der gesamten Übernahmegeschichte zwischen den beiden US-Hausbauern.
Spannungen zwischen den Unternehmen nehmen zu
Laut Mitteilungen beider Unternehmen vom Mittwoch haben sich die Spannungen zwischen Dream Finders und Beazer Homes seit dem Mai-Angebot weiter verschärft. Details zu den genauen Streitpunkten wurden nicht genannt. Es bleibt abzuwarten, ob der Beazer-Vorstand das neue Angebot annimmt oder erneut ablehnt.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist der Fall ein anschauliches Beispiel für feindliche Übernahmeversuche im US-amerikanischen Immobiliensektor. Der US-Hausbaumarkt steht seit Monaten unter Druck – steigende Zinsen und schwächere Nachfrage belasten die Branche. Vor diesem Hintergrund suchen größere Akteure wie Dream Finders durch Zukäufe nach Wachstum und Marktanteilen.
Die Entwicklung der Übernahmeschlacht zwischen Dream Finders und Beazer Homes dürfte in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen. Ob Beazer das Angebot von 32 Dollar pro Aktie letztlich akzeptiert, bleibt die entscheidende Frage für Investoren auf beiden Seiten.


