Drohnen sollen künftig Amokläufe an US-Schulen verhindern
Das Unternehmen Mithril Defense setzt sogenannte „Black Arrows" in Schulen in Florida und Georgia ein.

Das US-Unternehmen Mithril Defense plant den Einsatz von Kampfdrohnen in amerikanischen Schulen, um Amokläufe zu verhindern. Die als „Black Arrows" bezeichneten Maschinen sollen durch die Korridore von High Schools in Florida und Georgia rasen und Angreifer stoppen. Das Programm wird im Rahmen staatlich geförderter Initiativen zur Erhöhung der Schulsicherheit und zur Reduzierung von Waffengewalt umgesetzt.
Die schwarzen, schnittig geformten Drohnen sind für den Einsatz im Schulgebäude konzipiert – ein ungewöhnlicher Anwendungsbereich für Technologie, die sonst eher mit militärischen Operationen assoziiert wird. Sie können mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Meilen pro Stunde – umgerechnet rund 160 Kilometer pro Stunde – über Felder jagen, Fenster durchschlagen und Angreifer zu Boden werfen. Damit sind sie deutlich schneller und aggressiver ausgestattet als herkömmliche Sicherheitssysteme.
Technische Ausstattung der Schuldrohnen
Die „Black Arrows" verfügen über ein breites Arsenal an nicht-letalen Mitteln zur Abschreckung und Neutralisierung von Angreifern. Im Einzelnen können die Drohnen folgende Maßnahmen einsetzen:
- Schrille Töne zur akustischen Abschreckung
- Stroboskoplicht zur Desorientierung
- Pfeffergel als nicht-letales Mittel zur Immobilisierung
Gesteuert werden die Drohnen nicht vor Ort, sondern aus der Ferne – von Piloten in der Unternehmenszentrale von Mithril Defense in Austin, Texas. Das bedeutet, dass im Ernstfall speziell ausgebildete Operatoren aus Hunderten oder Tausenden Kilometern Entfernung in das Geschehen eingreifen können.
Kontext: Schusswaffengewalt als gesellschaftliches Problem in den USA
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Zur AktienanalyseFür deutsche Leser mag der Einsatz von Drohnen in Schulen befremdlich wirken – doch er spiegelt die Dringlichkeit wider, mit der die USA nach Lösungen für das anhaltende Problem der Schusswaffengewalt suchen. Amokläufe an Schulen sind in den Vereinigten Staaten ein wiederkehrendes Trauma, das politische Debatten prägt und Gemeinden in tiefer Trauer zurücklässt. Staatlich geförderte Programme zur Schulsicherheit sind daher ein wachsendes Feld, in dem zunehmend auch technologische Ansätze erprobt werden.
Mithril Defense positioniert sich mit seinem Drohnenprogramm als Anbieter in diesem Wachstumsmarkt. Die Maschinen, die ursprünglich für militärische oder sicherheitstechnische Zwecke entwickelt wurden, sollen nun in zivilen Bildungseinrichtungen zum Einsatz kommen. Ob und wie effektiv dieser Ansatz in der Praxis funktioniert, bleibt abzuwarten – der Einsatz in Schulen in Florida und Georgia dürfte erste Erkenntnisse liefern.


