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Drohnenangriff auf Goma: Französischer UN-Helfer getötet

Bei Drohnenangriffen auf die ostkongolesische Stadt Goma starb ein französischer UNICEF-Mitarbeiter – Rebellen beschuldigen die Armee.

Drohnenangriff auf Goma: Französischer UN-Helfer getötet

In der Nacht zum Dienstag erschütterten zwei massive Explosionen die Stadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Ein Reuters-Journalist vor Ort berichtete, die Detonationen gegen 4:00 Uhr Ortszeit hätten Fenster und Türen zum Beben gebracht – gefolgt von Krankenwagensirenen. Insgesamt kamen drei Menschen ums Leben, darunter ein französischer UNICEF-Mitarbeiter.

Die UN-Friedensmission im Kongo bestätigte den Tod eines UN-Mitarbeiters sowie zweier weiterer Zivilisten. Ein hochrangiger UNICEF-Vertreter bestätigte gegenüber Reuters, dass es sich bei dem getöteten Mitarbeiter um einen französischen Staatsbürger handelt. Die Vereinten Nationen warnten ausdrücklich, dass Angriffe auf UN-Personal Kriegsverbrechen darstellen könnten.

Die Rebellengruppe AFC/M23 machte die kongolesische Armee für die Angriffe verantwortlich. Laut einem hochrangigen Vertreter der Rebellen traf eine der Drohnen ein Haus, das von UNICEF-Mitarbeitern gemietet wurde und in der Nähe einer Residenz des früheren Präsidenten Joseph Kabila liegt. Eine zweite Drohne habe die Residenz des politischen AFC/M23-Koordinators Corneille Nangaa zum Ziel gehabt, sei jedoch in den Kivusee gestürzt.

Internationale Reaktionen und politischer Hintergrund

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie EU-Krisenmanagement-Kommissarin Hadja Lahbib verurteilten den Angriff scharf. Beide betonten auf der Plattform X, dass humanitäre Helfer niemals zur Zielscheibe werden dürften, und forderten die strikte Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Ein Sprecher der kongolesischen Armee lehnte eine Stellungnahme ab.

Ruandas stellvertretender Regierungssprecher Jean Maurice Uwera nutzte den Vorfall, um erneut Sicherheitsbedenken nahe der ruandischen Grenze zu betonen – trotz eines im vergangenen Jahr in Washington unterzeichneten Friedensabkommens. Die USA verhängten erst diesen Monat Sanktionen gegen ruandische Streitkräfte und hochrangige Militärvertreter wegen mutmaßlicher Unterstützung der AFC/M23-Rebellen. Ruanda weist diese Vorwürfe zurück.

Die Drohnenangriffe auf Goma reihen sich in Wochen intensivierter Drohnenoperationen beider Konfliktparteien ein. Der anhaltende Bürgerkrieg im Osten des Kongos zählt zu den komplexesten und blutigsten Konflikten der Welt und bindet zahlreiche internationale Hilfsorganisationen vor Ort.

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