Drohnenangriff auf Tanker in der Straße von Hormus
Ein Tanker wurde beim Verlassen der Straße von Hormus von einer Drohne getroffen – die Besatzung ist in Sicherheit.

Ein Tanker ist in der Straße von Hormus von einer unbemannten Drohne getroffen worden. Die britische Seefahrtsbehörde United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) bestätigte den Vorfall am Freitag. Das Schiff wurde beim Versuch beschädigt, die strategisch bedeutsame Wasserstraße zu verlassen.
Laut UKMTO erlitt das Schiff lediglich leichte Schäden. Die Besatzung sei vollzählig und in Sicherheit, Umweltauswirkungen wurden keine gemeldet. Die Behörde mahnte jedoch alle Schiffe zur erhöhten Vorsicht bei der Durchfahrt durch die Meerenge.
Faktisch gesperrte Wasserstraße
Die Straße von Hormus, die schmale Passage vor der Südküste Irans, ist aufgrund drohender iranischer Angriffe faktisch seit Monaten gesperrt. Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt – ein erheblicher Teil des globalen Öltransports verläuft durch sie.
Der Drohnenangriff ereignete sich inmitten einer anhaltenden Konfrontation zwischen den USA und dem Iran über den Status der Wasserstraße. Der Iran behauptet, die volle Kontrolle über die Meerenge zu haben und diese für die Handelsschifffahrt gesperrt zu haben. Die USA hingegen erklären, Durchfahrten weiterhin zu ermöglichen.
USA erhöhen wirtschaftlichen Druck auf Teheran
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte am Donnerstag, Washington könne eine laufende Seeblockade iranischer Häfen auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten. Die anhaltende Präsenz amerikanischer Seestreitkräfte im Persischen Golf hat Berichten zufolge bereits schwere wirtschaftliche Schäden im Iran verursacht.
US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, die USA würden den Iran mit „Maßnahmen belegen, wie man sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolation eines Landes noch nie gesehen hat". US-Präsident Donald Trump deutete in dieser Woche an, dass der wirtschaftliche Druck Teheran letztlich zur Kapitulation zwingen werde – trotz geschrumpfter US-Waffenbestände und stockender Verhandlungen. Trump bezeichnete den Iran als „völlig pleitegegangen" und zeigte sich überzeugt, dass Teheran dem finanziellen Druck nachgeben werde.
Zu den US-Forderungen gehören das Ende des iranischen Atomprogramms sowie eine vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt.
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Zur AktienanalyseIran plant strategischen Aktionsplan
Unterdessen hat sich der parlamentarische Ausschuss für Räte im Iran Medienberichten zufolge auf einen strategischen Aktionsplan zur Verwaltung der Straße von Hormus geeinigt. Ein Teil des Vorschlags sieht ein Verbot für Schiffe und Ausrüstung vor, die sich im Besitz der USA, Israels und anderer als „feindlich" eingestufter Staaten befinden.
Ein Sprecher des Ausschusses begründete dies laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim damit, dass diese Länder „die Straße von Hormus genutzt haben, um feindselige Handlungen gegen unser Land durchzuführen, und ungerechte sowie aggressive Akte gegen das iranische Volk begangen haben". Die Lage in der Region bleibt damit weiterhin angespannt – mit direkten Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte und die internationale Schifffahrt.


