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DryFlow Magnetics exportiert wasserlose Mineralaufbereitung in die USA

Das australische Unternehmen nimmt seine erste kommerzielle Anlage ab und erschließt damit den US-Markt für wasserlose Bergbautechnologie.

DryFlow Magnetics exportiert wasserlose Mineralaufbereitung in die USA

Das australische Bergbautechnologie-Unternehmen DryFlow Magnetics hat die Abnahme seiner ersten wasserlosen Mineralaufbereitungsanlage im kommerziellen Maßstab abgeschlossen. Die Anlage wird nun in den Westen der USA verschifft, wo sie in einer aktiven Mine eingesetzt werden soll. Damit vollzieht das Unternehmen einen wichtigen Schritt von der nationalen Forschung hin zur internationalen Kommerzialisierung.

Die patentierte Technologie von DryFlow ermöglicht es Bergbauunternehmen, Eisenerz aufzubereiten und kritische Mineralien zu gewinnen – ganz ohne den massiven Wasserverbrauch herkömmlicher Verarbeitungsmethoden. Das ist besonders relevant für Regionen mit Wasserknappheit, in denen konventionelle Bergbaumethoden an ihre Grenzen stoßen. Gleichzeitig bietet die Technologie einen umweltfreundlicheren Ansatz, um die steigende Nachfrage nach hochwertigem Eisenerz für eine emissionsärmere Stahlproduktion zu decken.

Entwickelt wurde die Technologie mit Unterstützung der australischen Wissenschaftsbehörde CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) sowie der Regierung von Südaustralien. Diese institutionelle Rückendeckung unterstreicht die strategische Bedeutung der Innovation für Australien als weltgrößten Eisenerz-Exporteur.

US-Expansion und Forschungslabor in Texas

Die modulare Produktionseinheit wurde in Südaustralien entwickelt und gefertigt. Im US-Einsatz soll sie den Erzgehalt signifikant verbessern und den Minenbesitzern neue Märkte erschließen. Parallel dazu plant DryFlow die Einrichtung eines Forschungslabors in Texas, das eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Erforschung kritischer Mineralien unterstützen soll.

Das US-Projekt soll zudem wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung der nächsten Generation des modularen kommerziellen 200-Tonnen-pro-Stunde-Systems von DryFlow liefern. Die ersten Einheiten dieser Plattform werden im Rahmen einer kommerziellen Vereinbarung mit Peak Iron Mines in Südaustralien eingesetzt – unterstützt durch staatliche Fördermittel zur Validierung der Technologie.

Finanzierung: Von 10 auf 12,5 Millionen Dollar

Den Übergang zur internationalen Kommerzialisierung hat DryFlow mit Unterstützung von Regierung und privaten Investoren vollzogen. Eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 10 Millionen US-Dollar wurde von den Risikokapitalgesellschaften Orion Industrial Ventures, Virescent Ventures und Taronga Ventures getragen. Im Juni weitete das Unternehmen diese Runde auf 12,5 Millionen US-Dollar aus – mit zusätzlichem Kapital der Technologie-Venture-Capital-Gesellschaft Significant Ventures, das gezielt die US-Expansion finanzieren soll.

Für deutsche Anleger und Beobachter des Rohstoffsektors ist die Entwicklung aus mehreren Gründen interessant: Die Stahlproduktion steht weltweit unter Druck, ihren CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Hochwertiges Eisenerz, das mit weniger Energie und Wasser aufbereitet werden kann, gewinnt dabei strategisch an Bedeutung. DryFlow positioniert sich mit seiner Technologie genau an dieser Schnittstelle von Ressourceneffizienz und Dekarbonisierung.

„Australien ist der weltweit größte Exporteur von Eisenerz. Die frühe kommerzielle Dynamik von DryFlow in Australien und den USA unterstreicht die wachsende weltweite Nachfrage nach in Australien entwickelten Innovationen im Bereich Bergbau und Mineralaufbereitung", so das Unternehmen abschließend.

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