Dundee Precious Metals übernimmt Adriatic Metals
Kanadier sichern sich Vares-Silberprojekt und schließen britisches Büro nach Vorstandswechsel

Der kanadische Bergbaukonzern Dundee Precious Metals übernimmt das britische Unternehmen Adriatic Metals für umgerechnet rund 1,25 Milliarden US-Dollar. Die Übernahme erfolgt in Form eines Angebots aus Bargeld und Aktien, wobei Dundee 268 Pence je Aktie bietet – bestehend aus 93 Pence in bar und 0,1590 neuen Dundee-Aktien pro Anteil von Adriatic. Damit liegt das Angebot um 50,5 Prozent über dem Schlusskurs von Adriatic vom 19. Mai, dem letzten Handelstag vor der offiziellen Bestätigung der Übernahmegespräche.
Mit dem Deal sichert sich Dundee vollständige Kontrolle über das Vares-Silberprojekt in Bosnien und Herzegowina, das bislang von Adriatic entwickelt wurde. Das Projekt ergänzt Dundees bestehende Aktivitäten in Bulgarien und Namibia und erweitert das Portfolio des Unternehmens sowohl geografisch als auch hinsichtlich der abgebauten Metalle. Das kanadische Unternehmen erwartet durch die Akquisition eine Stärkung des Produktionsprofils, längere Minenlaufzeiten, einen Zuwachs bei den Mineralreserven sowie eine breitere Diversifikation der Einnahmequellen.
Der Vorstandsvorsitzende von Dundee, David Rae, bezeichnete das Vares-Projekt als strategisch passenden Bestandteil des Konzerns. Es biete kurzfristige Produktionssteigerung, Potenzial für langfristige Erschließungen und zusätzliche Einnahmenquellen. Die Übernahme erfolgt in einer Zeit zunehmender Übernahmeaktivitäten britischer Unternehmen durch ausländische Investoren und reiht sich in eine Serie ähnlicher Transaktionen ein, die zuletzt das britische Marktgeschehen prägten.
Nach Vollzug der Übernahme werden die bisherigen Dundee-Aktionäre etwa 75,3 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft halten, während ehemalige Aktionäre von Adriatic rund 24,7 Prozent besitzen werden. Dundee sicherte sich bereits verbindliche Zusagen von Adriatic-Direktoren und Großaktionären, die insgesamt 37,2 Prozent der Anteile vertreten, für die Zustimmung zur Transaktion.
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Zur AktienanalyseIm Zuge der Integration sollen CEO Laura Tyler und Finanzchef Michael Horner von Adriatic zurücktreten. Auch der gesamte Verwaltungsrat des britischen Unternehmens wird das Gremium verlassen. Die Zentrale des fusionierten Konzerns bleibt in Toronto, während das Büro in Großbritannien geschlossen wird. Unmittelbar nach der Bekanntgabe legten die Aktien von Adriatic um 1,2 Prozent auf 244 Pence zu.

