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DWS Group plant Umbenennung in Deutsche Asset Management

Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank will mit einem neuen Namen mehr institutionelle Kunden weltweit gewinnen.

DWS Group plant Umbenennung in Deutsche Asset Management

Die DWS Group, der börsennotierte Vermögensverwalter der Deutschen Bank, plant einem Medienbericht zufolge eine weitreichende Umbenennung. Noch in diesem Jahr soll aus der DWS die „Deutsche Asset Management" werden. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, die anonym bleiben wollten.

Hinter dem Schritt steckt eine klare strategische Überlegung: Die DWS möchte stärker von der weltweiten Bekanntheit der Deutschen Bank profitieren. Der Mutterkonzern gehört zu den bekanntesten Finanzinstituten Europas und genießt bei institutionellen Investoren weltweit einen hohen Bekanntheitsgrad – ein Kapital, das die Fondstochter bislang nur begrenzt für sich nutzen konnte.

Der in Frankfurt ansässige Vermögensverwalter verwaltet Hunderte Milliarden Euro an Kundengeldern und zählt zu den größten Asset Managern Europas. Dennoch kämpft die DWS außerhalb des deutschen Heimatmarkts mit vergleichsweise geringer Sichtbarkeit gegenüber institutionellen Großkunden wie Pensionsfonds, Staatsfonds oder Versicherungen.

Markenname als Wettbewerbsvorteil

Im globalen Asset Management ist der Markenname ein entscheidender Faktor bei der Kundengewinnung. Große institutionelle Investoren vergeben Mandate oft bevorzugt an Häuser, deren Namen sie kennen und denen sie vertrauen. Ein direkter Bezug zur Deutschen Bank könnte der DWS dabei helfen, in internationalen Ausschreibungen besser wahrgenommen zu werden und neue Mandate zu gewinnen.

Die geplante Umbenennung in „Deutsche Asset Management" stellt den Markennamen der Mutterbank in den Vordergrund und signalisiert gleichzeitig eine engere Verbindung zum Konzern. Für bestehende Kunden dürfte sich operativ wenig ändern – es handelt sich primär um einen Marketingschritt mit strategischer Bedeutung.

Die Informationen stammen aus internen Beratungen, wie die anonymen Quellen betonten. Eine offizielle Bestätigung der DWS oder der Deutschen Bank lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor. Es ist daher möglich, dass sich Details des Plans noch ändern oder die Umbenennung zu einem anderen Zeitpunkt als geplant erfolgt.

Hintergrund: DWS und die Deutsche Bank

Die DWS Group wurde 2018 an die Börse gebracht, als die Deutsche Bank einen Minderheitsanteil an ihrer Vermögensverwaltungssparte im Rahmen eines Börsengangs (IPO) platzierte. Die Deutsche Bank hält weiterhin die Mehrheit an der DWS. Seitdem agiert die DWS als eigenständig börsennotiertes Unternehmen, steht aber strategisch eng mit dem Mutterkonzern in Verbindung.

Ein Rebranding unter dem Namen „Deutsche Asset Management" würde die Eigenständigkeit der DWS als Marke teilweise zurückstellen – zugunsten einer stärkeren Anlehnung an den Konzernnamen. Für Anleger und Beobachter des deutschen Finanzmarkts ist dies ein bemerkenswerter Strategieschwenk, der die Positionierung des Unternehmens im internationalen Wettbewerb neu ausrichten soll.

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