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Dynacor und World Gold Council stärken legalen Kleinbergbau durch Partnerschaft

Der WGC und Dynacor unterzeichnen ein MoU zur Formalisierung des handwerklichen Goldbergbaus und zur Stärkung globaler Lieferketten.

Dynacor und World Gold Council stärken legalen Kleinbergbau durch Partnerschaft

Der World Gold Council (WGC) und der an der TSX notierte Golderzverarbeiter Dynacor haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet. Ziel der Partnerschaft ist die gemeinsame Formalisierung des Sektors für handwerklichen und kleingewerblichen Goldbergbau (Artisanal and Small-scale Mining, ASM). Beide Organisationen wollen die Möglichkeiten für verantwortungsvoll produziertes Gold erweitern, damit dieses weltweit in formelle Lieferketten gelangen kann.

Dynacor bringt dabei umfangreiche Erfahrung in der Beschaffung und Verarbeitung von Golderz aus handwerklichem Bergbau mit. Das Unternehmen leistet nach eigenen Angaben seit 1996 Pionierarbeit für eine verantwortungsvolle Mineralienlieferkette mit strengen Rückverfolgbarkeits- und Auditstandards. Derzeit betreibt Dynacor die Anlage Veta Dorada in Peru sowie eine Pilotanlage zur Goldproduktion im Senegal.

Der WGC seinerseits verfügt über Expertise in der Entwicklung von Standards, Best Practices und der Infrastruktur des Goldmarktes. Gemeinsam wollen die Partner Wege prüfen, um die Transparenz zu stärken, ökologische und soziale Ergebnisse zu verbessern und illegale Aktivitäten im handwerklichen und kleingewerblichen Goldbergbau zu reduzieren.

Die Gold Processing Initiative als Grundlage

Der WGC verfügt bereits über eine sogenannte „Gold Processing Initiative" – ein Modell, das die Formalisierung des Sektors durch konkrete Maßnahmen beschleunigen soll. Dazu zählen Technologien zur Herkunftsüberprüfung, zentralisierte Goldverarbeitungsanlagen und eine verstärkte Beteiligung verantwortungsbewusster Käufer. Die Initiative verfolgt mehrere Ziele:

  • Verbesserung der Goldgewinnungsraten
  • Schaffung größerer Transparenz in der Lieferkette
  • Reduzierung des Einsatzes von Quecksilber
  • Verbesserter Marktzugang für Bergleute

Im Rahmen des MoU beabsichtigen WGC und Dynacor, mit Branchenakteuren, Regierungen, internationalen Organisationen, Investoren, gemeinnützigen Organisationen und Standardisierungsgremien zusammenzuarbeiten. Ziel ist die Entwicklung eines Katalogs von Best-Practice-Prinzipien für Goldverarbeitungsanlagen sowie die Schaffung eines weltweit anerkannten Standards für den Betrieb solcher Anlagen.

Umfassende Standards für die gesamte Lieferkette

Die vorgeschlagenen Prinzipien sollen ein breites Themenspektrum abdecken. Dazu gehören die Sorgfaltspflicht gegenüber Bergleuten, Rückverfolgbarkeitsanforderungen, Umwelt- sowie Arbeits- und Gesundheitsschutzleistungen, Compliance zur Geldwäschebekämpfung, Berichterstattung, Prüfung und verantwortungsvolle Beschaffungspraktiken. Damit soll ein ganzheitlicher Rahmen entstehen, der sowohl soziale als auch ökologische und regulatorische Aspekte berücksichtigt.

David Tait, CEO des WGC, betonte die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit: „Durch die Kombination von verantwortungsvoller Verarbeitungsinfrastruktur, robusten Standards, Rückverfolgbarkeit und einem besseren Marktzugang haben wir die Möglichkeit, Bergleute zu unterstützen, die Integrität der Lieferkette zu stärken und ein transparenteres und inklusiveres Gold-Ökosystem aufzubauen, das in vielen Ländern repliziert werden kann."

Daniel Misiano, Präsident und CEO von Dynacor, erklärte, das MoU spiegele das Engagement des Unternehmens wider, ein weltweit verantwortungsvolles Geschäft im Bereich des handwerklichen Goldbergbaus zu etablieren. „Während wir unsere internationale Expansion vorantreiben, unterstreicht die Vereinbarung die wachsende institutionelle Unterstützung für unser Geschäftsmodell und bestätigt unsere Fähigkeit, durch enge Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Stakeholdern langfristiges Wachstum zu generieren", so Misiano.

Für deutsche Anleger ist die Partnerschaft ein Signal, dass der bislang oft informelle und schwer regulierbare Sektor des handwerklichen Goldbergbaus zunehmend institutionelle Aufmerksamkeit erhält. Die Einbindung des WGC – einer der einflussreichsten Branchenorganisationen im globalen Goldmarkt – verleiht dem Vorhaben erhebliches Gewicht und könnte langfristig die Grundlage für neue, international anerkannte Branchenstandards legen.

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