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E-Fuels: Chancen und Herausforderungen

Die Aktien.news FAQ zu synthetischen Kraftstoffen

E-Fuels: Chancen und Herausforderungen

Die Debatte um das Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 und Ausnahmen für synthetische Kraftstoffe geht weiter. Nachdem die Abstimmung darüber verschoben wurde, fordern nun auch Länder wie Deutschland, Italien, Polen und Bulgarien eine stärkere Berücksichtigung von E-Fuels, synthetischen Kraftstoffen, die mithilfe von Strom aus Biogas und CO2 als Rohstoffen hergestellt werden. Doch wie sinnvoll sind sie eigentlich? Eine FAQ von Aktien.news.

Was sind E-Fuels?

E-Fuels sind Kraftstoffe, die mit Verbrennungsmotoren laufen können und theoretisch klimaneutral sind, wenn sie aus Ökostrom und CO2 aus der Atmosphäre hergestellt werden. Bisher gibt es jedoch nur kleinere Pilotanlagen für ihre Forschung und Entwicklung – unter anderem will das deutsche Cleantech-Startup CAPHENIA in Kürze mit dem Bau einer Pilotanlage in Frankfurt-Hoechst starten. Von den deutschen Autobauern setzt vor allem Porsche auf E-Fuels und hat sich an einer Fabrik in Chile beteiligt. Auch die Formel 1 setzt ab 2026 auf diesen Kraftstoff.

Was werden sie kosten?

Allerdings ist die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen noch aufwändig und teuer. Der ADAC sieht jedoch einen Preis von weniger als zwei Euro pro Liter als machbar an. Der Interessensverband "eFuel-Alliance" prognostiziert sogar, dass die Herstellungskosten im Jahre 2050 bei unter einem Euro liegen werden - unter der Voraussetzung, dass die synthetischen Kraftstoffe in der industriellen Großproduktion hergestellt werden.

Sind E-Fuels besser als Elektromobilität?

Trotzdem ist der Einsatz von E-Fuels energieintensiv und benötigt etwa fünf bis sechs Mal so viel Strom wie ein batterieelektrisches Fahrzeug für dieselbe Fahrleistung. Falko Ueckerdt vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sieht den Einsatz von E-Fuels neben der Seeschifffahrt vor allem im E-Kerosin für den Luftverkehr. Ulf Neuling, Projektleiter Kraftstoffe beim Thinktank Agora Verkehrswende, fordert Wirtschaft und Politik auf, ihre Ambitionen vor allem auf den Luftverkehr zu konzentrieren.

Was sind die Vorteile?

Die Initiative "eFuel Alliance" stellt heraus, dass sich E-Fuels zu herkömmlichen Kraft- und Brennstoffen beimischen ließen und diese vollständig ersetzen könnten. Außerdem könnte das bisherige Tankstellen-Netz theoretisch zum Tanken genutzt werden. Die Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland (MEW), Stimme der Mineralöl- und Energiewirtschaft, sieht die Zukunft von E-Fuels neben der Seeschifffahrt vor allem im E-Kerosin für den Luftverkehr. Die MEW argumentiert, dass E-Fuels ähnlich gut oder sogar besser abschneiden als andere Technologien, wenn man die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz der verschiedenen Antriebe in Betracht zieht.

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