E.ON steigert Gewinn und hält Prognose
Netzgeschäft wächst dank höherer Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung

Der Energiekonzern E.ON hat im ersten Halbjahr 2025 deutliche Zuwächse verzeichnet und seine Jahresprognose bestätigt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 13 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich um zehn Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Haupttreiber des Gewinnanstiegs war erneut das Geschäft mit den Stromnetzen, dessen bereinigtes Ebitda von 3,3 auf vier Milliarden Euro kletterte. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet E.ON weiterhin mit einem bereinigten Ebitda zwischen 9,6 und 9,8 Milliarden Euro.
Das Wachstum im Netzgeschäft resultierte laut Unternehmensangaben vor allem aus beschleunigten Investitionen in den Ausbau, die Modernisierung und die Digitalisierung der Netzinfrastruktur. Im ersten Halbjahr stiegen die Gesamtinvestitionen um elf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Für den Zeitraum von 2024 bis 2028 plant der Konzern, insgesamt 43 Milliarden Euro zu investieren, wovon 35 Milliarden Euro in den Netzbereich fließen sollen. Diese Mittel sollen die Infrastruktur an die steigenden Anforderungen der Energiewende anpassen.
E.ON-Vorstandschef Leonhard Birnbaum erneuerte in diesem Zusammenhang seine Forderung an die Bundesnetzagentur, höhere Renditen für Investitionen in die Netze zu ermöglichen. Er betonte, dass die Energiewende in den kommenden Jahren Milliarden an privatem Kapital erfordere und nur ein geeignetes Regulierungssystem diese Investitionen sicherstellen könne.
Die derzeitigen Festlegungsentwürfe der Bundesnetzagentur für die nächste Regulierungsperiode stünden diesem Ziel nach Einschätzung des Unternehmens jedoch entgegen. Birnbaum appellierte an die Behörde, die Argumente der Netzbetreiber ernst zu nehmen. Nötig sei eine Regulierung, die Investitionen in die Energiewende, die Versorgungssicherheit und die Bezahlbarkeit nicht behindere, sondern fördere.
Mit den höheren Investitionen im ersten Halbjahr und der klaren Fokussierung auf das Netzgeschäft unterstreicht E.ON seine strategische Ausrichtung. Der Bereich hat sich erneut als stärkste Ertragsquelle erwiesen und trägt maßgeblich zur Erfüllung der Finanzziele bei. Die anhaltende Modernisierung der Netzinfrastruktur gilt als Schlüsselfaktor für den weiteren Erfolg des Unternehmens.
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Zur AktienanalyseDie Investitionsoffensive und die bestätigte Jahresprognose spiegeln das Vertrauen des Konzerns in die Stabilität und die Wachstumsperspektiven seines Kerngeschäfts wider. E.ON setzt damit auf eine langfristige Stärkung seiner Position im europäischen Energiemarkt, während gleichzeitig die Herausforderungen der Energiewende adressiert werden.


