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Ebola-Ausbruch: Geringes Risiko für WM-Fans in den USA

Ein Ebola-Ausbruch im Kongo beunruhigt Experten – doch für WM-Besucher bleibt das Infektionsrisiko laut Gesundheitsexperten sehr gering.

Ebola-Ausbruch: Geringes Risiko für WM-Fans in den USA

Ein Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo sorgt im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 für Aufmerksamkeit. Rund 600 Verdachtsfälle und mehr als 130 Todesfälle haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu veranlasst, einen gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite auszurufen. Das Turnier mit 48 Mannschaften wird gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgerichtet und findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt.

Für die breite Masse der WM-Besucher schätzen Experten das persönliche Risiko jedoch als sehr niedrig ein. „Für Gelegenheitsbesucher der Weltmeisterschaft aus aller Welt besteht meiner Meinung nach ein sehr geringes Risiko, sich mit Ebola zu infizieren", sagte Johnson gegenüber Reuters. Er begründete dies damit, dass Ebola nicht über die Luft übertragen wird und in Ländern mit hohem Einkommen bislang noch nie wirklich zu Übertragungen geführt hat.

„Normalerweise muss man direkten Kontakt zu jemandem haben, der schwer erkrankt ist, und in der Regel gibt es eine gute Kontaktverfolgung", erklärte Johnson weiter. „Wenn ein Fall auftritt, wird er schnell identifiziert." Diese Faktoren machen eine unkontrollierte Ausbreitung im WM-Umfeld nach Einschätzung des Experten unwahrscheinlich.

Logistische Folgen für Reisende und Behörden

Dennoch hat der Ausbruch bereits konkrete Auswirkungen auf die Organisation des Turniers. Die US-Behörden haben die Einreise für Personen ohne US-Pass untersagt, die sich in den vergangenen 21 Tagen in der DR Kongo, Uganda oder dem Südsudan aufgehalten haben. Am Flughafen Washington Dulles wurden zudem verstärkte Kontrollen für Reisende eingeführt, die sich kürzlich in den betroffenen Ländern aufgehalten haben.

„Es wird Dinge wie Warteschlangen an den Flughäfen und Screenings beeinflussen, was die Abläufe verlangsamen wird", sagte Johnson. „Es wird zusätzlichen Stress verursachen und die USA Geld kosten, um die Organisation zu bewältigen." Gesundheitsbehörden arbeiten dabei eng mit der FIFA und lokalen Beamten zusammen, um potenzielle Risiken zu bewältigen.

Johnson warnte zudem vor einem möglichen Dominoeffekt: „Ich denke, die andere Möglichkeit ist – und wir hoffen es –, dass sich dieser Ausbruch nicht über die DR Kongo hinaus ausbreitet. Das könnte eine Kettenreaktion von Reiseverboten oder zusätzlichen Kontrollen auslösen, und das könnte sehr kurzfristig passieren."

DR Kongo trotz Widrigkeiten dabei

Die Situation hat auch die WM-Vorbereitungen der kongolesischen Nationalmannschaft direkt beeinträchtigt. Das Team sagte Veranstaltungen im Vorfeld des Turniers in Kinshasa ab und verlegte seine Planungen nach Belgien. Das im Kongo ansässige Personal musste aufgrund der US-Einreisebeschränkungen vorzeitig abreisen. Der Kader soll am 10. oder 11. Juni in den USA eintreffen und wird sein Quartier in Houston beziehen.

Sportlich startet die DR Kongo ihre WM-Kampagne gegen Portugal in Houston, bevor sie in Guadalajara auf Kolumbien und in Atlanta auf Usbekistan trifft. Es ist eine der schwierigsten Gruppenkonstellationen des Turniers.

Fans, die zur WM reisen, empfiehlt Johnson grundlegende Vorsichtsmaßnahmen: gute Händehygiene, engen Kontakt meiden bei Unwohlsein sowie Respekt gegenüber anderen Menschen. Er riet ausdrücklich dazu, Stigmatisierung zu vermeiden, um den integrativen Geist der Weltmeisterschaft zu bewahren.

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