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Edelmetalle auf Rekordjagd: Gold knackt 4.900-Dollar-Marke

Gold erreicht mit 4.966 Dollar ein historisches Allzeithoch, während Silber erstmals die 99-Dollar-Marke touchiert. Geopolitische Unsicherheiten und ein schwacher Dollar treiben die Rallye der Edelmetalle weiter an.

Edelmetalle auf Rekordjagd: Gold knackt 4.900-Dollar-Marke

Die Edelmetallmärkte erleben eine historische Rallye: Kassagold stieg am Freitag um 0,4 Prozent auf 4.957,10 Dollar je Feinunze und markierte zuvor bei 4.966,59 Dollar ein neues Rekordhoch. US-Gold-Futures zur Lieferung im Februar legten sogar um 0,9 Prozent auf 4.958,30 Dollar zu.

Vertrauenskrise treibt Anleger in sichere Häfen

"Das Vertrauen in die USA und ihre Vermögenswerte ist erschüttert, vielleicht dauerhaft, und das treibt Gelder in Edelmetalle", erklärt Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei Capital.com. "Das Wort 'Bruch' wurde in den Raum geworfen. Ich glaube nicht, dass das eine Übertreibung ist." Die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die EU sowie die Grönland-Kontroverse haben die Märkte in Aufruhr versetzt und die Flucht in Sicherheit beschleunigt.

Dollar-Schwäche macht Gold attraktiver

Der Dollar-Index notierte am Freitag nahe einem Mehrwochentief, nachdem er im Wochenverlauf um ein Prozent gefallen war. Dies macht die in US-Dollar notierten Edelmetalle für internationale Käufer deutlich günstiger. Gleichzeitig erholten sich die Wall-Street-Indizes nach einem starken Ausverkauf zu Wochenbeginn, als Trump neue Zolldrohungen gegen die Europäische Union aussprach.

Silber glänzt mit industrieller Nachfrage

Besonders beeindruckend entwickelte sich Silber: Der Preis schoss um 2,8 Prozent auf 98,87 Dollar je Unze nach oben, nachdem zuvor erstmals die 99-Dollar-Marke bei 99,34 Dollar erreicht wurde. "Die zugrunde liegende Geschichte bei Silber ist die der Outperformance gegenüber Gold und seiner industriellen Anwendungen", betont Rodda. Die steigende Nachfrage aus der Industrie, insbesondere für Photovoltaik und Elektronik, unterstützt die Preisrallye zusätzlich.

Platin auf Rekordkurs

Auch Platin setzte seine Aufwärtsbewegung fort und gewann 0,8 Prozent auf 2.650,90 Dollar je Unze, nachdem es zuvor ein Rekordhoch von 2.684,43 Dollar markiert hatte. Lediglich Palladium schwächelte und verlor 0,6 Prozent auf 1.908,02 Dollar.

Zinssenkungen der Fed im Fokus

Die Märkte preisen derzeit zwei Zinssenkungen der US-Notenbank Fed um jeweils 0,25 Prozentpunkte in der zweiten Jahreshälfte 2026 ein. Dies erhöht die Attraktivität von Gold, das keine laufenden Erträge abwirft, gegenüber verzinslichen Anlagen. Die Kombination aus geopolitischen Risiken, Dollar-Schwäche und der Aussicht auf niedrigere Zinsen dürfte die Edelmetallpreise auch in den kommenden Monaten stützen.

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