Einigung bei Ford verhindert vorerst weitere Streiks
US-Zentrale muss noch zustimmen – Stellenabbau bleibt weiterhin strittig

Im Kölner Werk des Autoherstellers Ford sind vorerst keine weiteren Streiks geplant. Hintergrund ist eine Einigung auf wichtige Eckpunkte in den Verhandlungen zur Absicherung der Beschäftigten. Die IG Metall Köln-Leverkusen bestätigte, dass mit der deutschen Geschäftsführung eine Verständigung über zentrale Punkte erzielt wurde. Die Einzelheiten dieser Einigung wurden bislang nicht veröffentlicht.
Benjamin Gruschka, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Ford Werke, erklärte, dass nun an bestimmten Stellen noch eine Zustimmung aus der Konzernzentrale in den USA erforderlich sei. Erst nach einer positiven Rückmeldung von dort könnten die Gespräche fortgesetzt und konkretisiert werden. Damit hängt das weitere Vorgehen maßgeblich von der Entscheidung des US-Managements ab.
Zuvor hatten die Beschäftigten des Kölner Werks am Mittwoch, dem 14. Mai, mit einem ganztägigen Streik für Aufsehen gesorgt. Es war der erste vollständige Streik in der Geschichte des Unternehmens am Standort Köln. Dem Arbeitsausstand war eine Urabstimmung vorausgegangen, bei der sich eine deutliche Mehrheit für einen Streik ausgesprochen hatte. Der Protest richtete sich gegen Pläne der Unternehmensleitung, bis Ende des Jahres 2027 rund 3.000 Stellen abzubauen.
Der Stellenabbau ist Teil eines umfassenden Restrukturierungsprogramms, mit dem Ford Kosten senken will. Die Gewerkschaft hatte sich gegen diese Pläne gestellt und mit dem Streik auf eine Neuverhandlung der Bedingungen gedrängt. Infolge des Streiks kam es zu Gesprächen zwischen Arbeitnehmervertretung und Unternehmensführung, die nun zu einer vorläufigen Verständigung geführt haben.
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Zur AktienanalyseOb die Arbeitsplätze durch die jetzige Einigung gesichert werden, ist derzeit noch unklar. Die getroffene Vereinbarung bedarf der Zustimmung durch das Mutterhaus in den Vereinigten Staaten. Sollte diese ausbleiben, hat die Gewerkschaft bereits angekündigt, erneut zu Arbeitsniederlegungen aufzurufen. Die Lage bleibt somit weiterhin angespannt und abhängig von den kommenden Entscheidungen auf Konzernebene.

