Eisenerzpreise schwanken in enger Spanne
Chinas Konjunkturmaßnahmen treffen auf Handelskonflikte und Produktionskürzungen in der Stahlindustrie

Die Eisenerzpreise an der Dalian Commodity Exchange bewegten sich am Donnerstag in einer engen Spanne. Anleger standen zwischen der Hoffnung auf weitere Konjunkturmaßnahmen in China und den Belastungen durch Handelskonflikte sowie Berichte über Produktionskürzungen in der Stahlindustrie. Der meistgehandelte Mai-Kontrakt für Eisenerz blieb unverändert bei 776 Yuan pro Tonne. An der Singapore Exchange stieg der April-Benchmark um 0,6 Prozent auf 100,35 US-Dollar je Tonne.
Chinesische Aktien verzeichneten am Mittwoch Kursgewinne, nachdem die Regierung in Peking neue Maßnahmen angekündigt hatte, um den Konsum zu fördern und die Auswirkungen des sich verschärfenden Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten abzufedern. Washington hatte zuvor die bestehenden Zölle auf chinesische Waren um weitere 20 Prozent erhöht, wobei die jüngste Anhebung um zehn Prozent am Dienstag in Kraft trat. Peking reagierte darauf mit Gegenmaßnahmen.
US-Unternehmen forderten am Mittwoch strengere Gesetze zur Durchsetzung von Handelsvorschriften gegen chinesische, staatlich subventionierte Firmen. Diese würden US-Zölle umgehen, indem sie ihre Waren über Drittländer exportierten. Neue US-Zölle auf Stahl könnten zudem den chinesischen Umschlag von Stahlprodukten in die Vereinigten Staaten erheblich beeinträchtigen.
Die Nachfrage nach dem für die Stahlproduktion benötigten Rohstoff hat sich in China wieder erholt. Laut dem Broker Hexun Futures wird die durchschnittliche tägliche Roheisenproduktion im März voraussichtlich auf etwa 2,329 Millionen Tonnen steigen. Dennoch lasteten Berichte über Produktionskürzungen weiterhin auf den Preisen. Die chinesische Regierung plant eine Umstrukturierung der Stahlindustrie, um Überkapazitäten zu reduzieren, legte jedoch keine konkreten Zielvorgaben für die geplanten Kürzungen fest.
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Zur AktienanalyseNeben Eisenerz verloren weitere Rohstoffe für die Stahlproduktion an Wert. An der Dalian Commodity Exchange fielen die Preise für Kokskohle um 0,7 Prozent und für Koks um 0,42 Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichneten die meisten Stahlkontrakte an der Shanghai Futures Exchange Kursgewinne. Bewehrungsstahl stieg um 0,3 Prozent, Warmband legte um 0,44 Prozent zu, Edelstahl verteuerte sich um 1,06 Prozent, während der Drahtstabpreis um 0,32 Prozent nachgab.


