Elektroautos treiben EU-Automarkt: Marktanteil springt auf 19,7 Prozent
Steigende E-Auto-Nachfrage und staatliche Förderprogramme beflügeln den europäischen Neuwagenmarkt im Jahr 2025 spürbar.

Der europäische Automobilmarkt zeigt sich in robuster Verfassung. In den ersten vier Monaten des Jahres wurden in der Europäischen Union knapp 3,8 Millionen Neuwagen verkauft – ein Zuwachs von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das meldet der europäische Branchenverband ACEA.
Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Elektrofahrzeuge. Staatliche Kaufprogramme und steuerliche Vergünstigungen für E-Autos kurbeln die Nachfrage in zahlreichen EU-Ländern an. Der Marktanteil reiner Elektroautos kletterte auf 19,7 Prozent – ein Anstieg um 4,4 Prozentpunkte im Jahresvergleich. Nahezu alle europäischen Märkte legten zu, einzig die Niederlande verzeichneten rückläufige E-Auto-Verkäufe.
Hybride dominieren, Verbrenner verlieren weiter Boden
Die meistverkaufte Antriebsart bleibt weiterhin der Hybridantrieb, der auf einen Marktanteil von 38,2 Prozent kommt. Klassische Verbrenner – also reine Benzin- und Dieselfahrzeuge – verlieren dagegen rapide an Bedeutung. Ihr gemeinsamer Marktanteil liegt nur noch bei 30,2 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch knapp acht Prozentpunkte mehr – ein deutlicher Strukturwandel, der sich in den Absatzzahlen klar widerspiegelt.
Für Anleger, die den Sektor im Blick haben, sind diese Verschiebungen relevant: Der Rückgang des Verbrenneranteils beschleunigt sich, während Elektro- und Hybridfahrzeuge gemeinsam bereits rund 58 Prozent des Marktes ausmachen.
Volkswagen vorne, Stellantis holt auf – Chinesen mit Wachstumsdynamik
Unter den Herstellern behauptet Volkswagen die Marktführerschaft mit einem Absatzplus von 2,9 Prozent seit Jahresbeginn. Stellantis – zu dem Marken wie Opel, Peugeot und Fiat gehören – legte mit einem Plus von 7,8 Prozent deutlich stärker zu und hält nun einen Marktanteil von 17,1 Prozent auf Rang zwei. Schwächer schnitten hingegen Renault, Toyota und Hyundai ab.
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Zur AktienanalyseBesonders auffällig ist die Dynamik chinesischer Hersteller. Anbieter wie Chery und BYD erzielten zum Teil dreistellige Wachstumsraten – wenngleich ihr absolutes Verkaufsvolumen in Europa noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau liegt. Die Richtung ist jedoch eindeutig: Chinesische Marken gewinnen schrittweise Fuß auf dem europäischen Markt.
Die Zahlen des ACEA zeichnen insgesamt ein Bild eines Marktes im Wandel. Der Übergang zur Elektromobilität schreitet voran, staatliche Anreize bleiben ein entscheidender Faktor – und der Wettbewerb durch asiatische Hersteller nimmt weiter zu.


