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Elliott steigt bei London Stock Exchange ein: Aktivist fordert Aktienrückkäufe

Hedgefonds setzt auf Turnaround trotz KI-Sorgen und Kursrückgang von 35 Prozent

Elliott steigt bei London Stock Exchange ein: Aktivist fordert Aktienrückkäufe

Der aktivistische Investor Elliott Investment Management hat eine Beteiligung an der London Stock Exchange Group (LSEG) aufgebaut. Laut informierten Kreisen will der Hedgefonds das Unternehmen zu einem umfangreichen Aktienrückkaufprogramm und höheren Gewinnmargen bewegen. Die Aktie des britischen Börsenbetreibers und Finanzdatenanbieters ist im vergangenen Jahr um 35 Prozent gefallen.

Elliott geht damit eine konträre Wette ein. Viele Anleger sorgen sich, dass neue KI-Tools den Bedarf an Finanzdaten und Analysen reduzieren könnten – genau das Kerngeschäft der LSEG. Der Börsenwert des Unternehmens liegt aktuell bei rund 51 Milliarden US-Dollar. Nach Bekanntwerden der Beteiligung stiegen die LSEG-Aktien am Mittwochvormittag in London um etwa 1,4 Prozent.

Anders als bei vielen aktivistischen Kampagnen strebt Elliott keine Aufspaltung des Konzerns an. Stattdessen fordert der Investor ein neues Aktienrückkaufprogramm im Milliarden-Pfund-Bereich. Zudem sollen die Margen auf das Niveau von Wettbewerbern wie S&P Global und Intercontinental Exchange angehoben werden. Zuletzt hatte die LSEG Aktien im Wert von einer Milliarde Pfund (rund 1,37 Milliarden Dollar) zurückgekauft.

Turbulente Unternehmensgeschichte

Die London Stock Exchange Group blickt auf Jahrzehnte voller Transaktionen und Investorenkonflikte zurück. Gescheiterte Fusionen mit Börsenbetreibern in Kanada, Deutschland und Hongkong prägten die Vergangenheit ebenso wie die Übernahme von Refinitiv, einem Bloomberg-Konkurrenten. 2017 kam es zu einem Streit über die Management-Nachfolge mit dem aktivistischen Investor Christopher Hohn und dessen TCI Fund Management.

Elliott ist bereits bei anderen britischen Großkonzernen aktiv. Der Energieriese BP zählt ebenfalls zu den aktuellen Zielen des Hedgefonds. Die genaue Höhe der LSEG-Beteiligung wurde nicht bekannt. Eine Unternehmenssprecherin erklärte, man pflege einen "aktiven und offenen Dialog" mit Investoren und konzentriere sich auf die Umsetzung der Strategie.

Die LSEG konkurriert im hart umkämpften Markt für Finanzdaten mit etablierten Anbietern. Die Forderungen von Elliott nach höheren Margen und verstärkten Aktienrückkäufen könnten den Druck auf das Management erhöhen, die operative Effizienz zu steigern und den Aktienkurs zu stabilisieren.

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