Elliott-Tochter erhält Zuschlag im Citgo-Bieterwettstreit
Gericht prüft Einwände von Gläubigern und Konkurrent Gold Reserve

Ein Angebot in Höhe von 5,89 Milliarden US-Dollar eines mit dem Hedgefonds Elliott Investment Management verbundenen Unternehmens ist als Gewinner einer von einem US-Gericht organisierten Auktion von Anteilen an der Muttergesellschaft der venezolanischen Raffinerie Citgo Petroleum empfohlen worden. Dies geht aus am Freitagabend eingereichten Gerichtsdokumenten hervor. Die Empfehlung stammt von dem mit der Verkaufsaufsicht betrauten Beamten Robert Pincus, der damit das Rennen zwischen mehreren Interessenten zugunsten von Elliotts Tochtergesellschaft Amber Energy entschied.
Im Verlauf der Auktion hatten sich die Bieterwettkämpfe in den letzten Phasen noch einmal intensiviert. Grund dafür waren gerichtliche Entscheidungen in parallelen Verfahren, die zu überarbeiteten Angeboten führten. Nun wird Richter Leonard Stark im US-Bundesstaat Delaware nach einer Anhörung im September die endgültige Entscheidung über den Zuschlag treffen.
Besonders im Fokus stand das konkurrierende Angebot des Minenunternehmens Gold Reserve. Dessen Tochter Dalinar Energy hatte in dieser Woche versucht, ein bereits zuvor erhöhtes Angebot von 7,4 Milliarden US-Dollar weiter zu verbessern, um Amber Energy zu übertreffen. Dennoch bewertete Pincus den Vorstoß als nicht ausreichend, um das Angebot von Amber zu überbieten. Er ließ jedoch die Möglichkeit offen, dass das Gericht seine Empfehlung bei künftigen Entwicklungen noch einmal überprüfen könnte.
Die Erlöse aus der Versteigerung sollen mehreren Gläubigern zugutekommen, die seit 2017 vor US-Gerichten um Entschädigungen in Höhe von fast 19 Milliarden US-Dollar kämpfen. Hintergrund sind Enteignungen durch den venezolanischen Staat sowie ausgefallene Schulden. Amber Energy sieht vor, neun Anspruchsteller vollständig zu bedienen, während die Gruppe um Gold Reserve die Entschädigung von zwölf Gläubigern zugesagt hatte.
Darüber hinaus beinhaltet Ambers Angebot eine separate Vereinbarung mit mehr als drei Vierteln der Halter einer ausgefallenen venezolanischen Anleihe, die mit Citgo-Aktien besichert war. Diese Investoren sollen 2,13 Milliarden US-Dollar in bar erhalten, um ihre Ansprüche zu begleichen. Außerdem umfasst das Paket eine teilweise Zahlung von 500 Millionen US-Dollar an Gold Reserve, das Entschädigungen für die Enteignung seiner Bergbauanlagen in Venezuela fordert. Das Unternehmen hat diese Offerte bislang nicht angenommen.
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Zur AktienanalyseParallel dazu haben Gold Reserve sowie die Gläubiger Siemens Energy, Consorcio Andino und Valores Mundiales Anträge gestellt, um Ambers Gebot anzufechten. Sie argumentieren, dass die Bewertung des Angebots als überlegen die zuvor festgelegten Auktionsregeln missachtet habe. Diese Eingaben werden derzeit von den zuständigen Stellen geprüft.

