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Embraer erwartet 2026 mehr Auslieferungen und Rekordumsatz

Der brasilianische Flugzeugbauer steigert Auslieferungen und peilt bis zu 8,5 Milliarden Dollar Umsatz an.

Embraer erwartet 2026 mehr Auslieferungen und Rekordumsatz

Embraer blickt optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. Der weltweite Nummer-drei-Flugzeugbauer nach Airbus und Boeing prognostiziert für 2026 steigende Auslieferungszahlen in beiden Kernbereichen – Verkehrsluftfahrt und Businessjets.

Im Segment Verkehrsluftfahrt plant Embraer 80 bis 85 Auslieferungen, nach 78 Einheiten im Jahr 2025. Bei den Geschäftsreisejets rechnet das Unternehmen mit 160 bis 170 Auslieferungen – ebenfalls ein Anstieg gegenüber den 155 Einheiten des Vorjahres. Damit setzt Embraer seinen kontinuierlichen Wachstumskurs seit 2021 fort, getragen von starker weltweiter Nachfrage nach Regional- und Businessjets.

Die höheren Stückzahlen sollen sich direkt im Umsatz niederschlagen. Embraer prognostiziert für 2026 einen Nettoumsatz von 8,2 bis 8,5 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr erzielte das Unternehmen einen Rekordwert von 7,6 Milliarden Dollar – und übertraf damit die eigene Prognose von 7,0 bis 7,5 Milliarden Dollar deutlich.

Starkes Schlussquartal trotz Gewinnrückgang

Im vierten Quartal 2025 meldete Embraer einen Nettoumsatz von 2,65 Milliarden Dollar – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Kerngewinn sank jedoch um 8,9 Prozent auf 298,4 Millionen Dollar. Analysten des Finanzdienstleisters LSEG hatten lediglich 284,8 Millionen Dollar Kerngewinn und 2,52 Milliarden Dollar Umsatz erwartet – Embraer übertraf beide Schätzungen.

Politisch könnte Embraer ebenfalls Rückenwind erhalten. Über weite Teile des Jahres 2025 belastete ein US-Importzoll von 10 Prozent die Exportgeschäfte des brasilianischen Herstellers. Die Trump-Administration hat inzwischen ein überarbeitetes Handelssystem eingeführt, das für den Luftfahrtsektor wieder eine Nullzoll-Regelung vorsieht. Für Embraer, das einen erheblichen Teil seiner Flugzeuge in die Vereinigten Staaten liefert, ist dies eine spürbare Entlastung.

Das 1969 gegründete Unternehmen mit Sitz in São José dos Campos hat sich in den vergangenen Jahren als verlässliche Alternative zu den Branchenriesen Airbus und Boeing positioniert. Besonders im Segment der Regionalflugzeuge und Businessjets genießt Embraer international hohes Ansehen – und profitiert davon, dass beide Hauptkonkurrenten mit erheblichen Lieferproblemen kämpfen.

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