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Emmerson sichert britisches Patent für innovatives Kali-Verarbeitungsverfahren

Das Londoner Bergbauunternehmen Emmerson erhält Patentschutz für sein Khemisset-Multimineral-Verfahren vom britischen Patentamt.

Emmerson sichert britisches Patent für innovatives Kali-Verarbeitungsverfahren

Das in London börsennotierte Bergbauunternehmen Emmerson hat vom britischen Patentamt (UK Intellectual Property Office) die offizielle Erteilung eines Patents für sein Khemisset-Multimineral-Verfahren (KMP) erhalten. Das Patent trägt den Titel „Processing of Evaporite Minerals" und wurde unter der Anmeldenummer 2315003 registriert. Es schützt das zentrale KMP-Verfahren sowie seine optimierten Derivatprodukte als geistiges Eigentum des Unternehmens.

Das KMP wurde von Emmerson primär für den Einsatz in seinem Kali-Projekt Khemisset in Marokko entwickelt. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, dass das Verfahren auch Potenzial für Anwendungen in einer größeren Anzahl von Kalilagerstätten weltweit besitzt. Über seine Berater Gill Jennings & Every hat Emmerson ein Portfolio von Patentanmeldungen eingereicht, um das geistige Eigentum in den Regionen mit dem größten kommerziellen Interesse zu schützen.

Technologische Vorteile des KMP-Verfahrens

Emmerson hatte das KMP zuvor als „bahnbrechendes" Verarbeitungsverfahren für das Khemisset-Projekt angekündigt. Die Einführung des Verfahrens bringt gleich mehrere messbare Verbesserungen mit sich:

  • Der Wasserbedarf des Projekts wurde um 50 % reduziert
  • Die Gewinnungsrate von Kaliumchlorid stieg von 85 % auf rund 91 %
  • Es entstehen zwei neue hochwertige Mehrnährstoffdünger mit Langzeitwirkung auf Basis von Struvit und Vivianit

Diese Kennzahlen sind für ein Bergbauprojekt in der nordafrikanischen Region besonders bedeutsam, da Wasserknappheit in Marokko ein zentrales Thema für die Genehmigung und den Betrieb von Rohstoffprojekten darstellt. Die deutliche Reduktion des Wasserverbrauchs verbessert damit nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Genehmigungsfähigkeit des Projekts.

Nachhaltige Düngemittel als zusätzlicher Mehrwert

Neben dem kommerziellen Wert betont Emmerson auch die ökologischen Vorteile der neu entwickelten Düngemittelprodukte. Die Langzeitwirkung der Struvit- und Vivianit-basierten Dünger verringert den Phosphatabfluss in Gewässer — ein Problem, das in der konventionellen Landwirtschaft zu erheblichen Umweltbelastungen führt. Zudem ermöglicht die Langzeitwirkung den Landwirten eine weniger häufige Anwendung, was sowohl Kosten als auch den ökologischen Fußabdruck der Düngung senkt.

Das Khemisset-Projekt in Marokko gilt als eines der bedeutenderen Kali-Entwicklungsprojekte in Afrika. Kali (Kaliumchlorid) ist ein essenzieller Rohstoff für die globale Düngemittelindustrie und damit für die Nahrungsmittelproduktion weltweit. Die Sicherung des Patentschutzes für das KMP-Verfahren stärkt die Wettbewerbsposition von Emmerson und schützt die technologische Innovation des Unternehmens vor Nachahmern in den kommerziell relevanten Märkten.

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