Endurance Gold startet 8.000-Meter-Bohrprogramm am Reliance Gold Project
Der kanadische Goldexplorer mobilisiert zwei Bohranlagen und will seine Ressource von 1,45 Millionen Unzen Gold ausbauen.

Endurance Gold Corporation hat offiziell die Explorationssaison 2026 am vollständig unternehmenseigenen Reliance Gold Project eröffnet. Das Projekt liegt vier Kilometer östlich von Gold Bridge im historischen Bridge River Mining Camp im südlichen British Columbia, Kanada. Am 1. Mai 2026 startete das Unternehmen ein Diamantbohrprogramm mit einem Gesamtumfang von 8.000 Metern.
Zur Beschleunigung des Zeitplans plant Endurance Gold den Einsatz einer zweiten Bohranlage. Das Projekt wird als flachgründiges (epizonales) orogenes Goldsystem eingestuft. Die Mineralisierung ist durch geringe Sulfidgehalte gekennzeichnet – konkret durch Pyrit, Arsenopyrit und Stibnit – und tritt häufig in Verbindung mit durchdringender Silizifizierung, Quarzstockwork und Quarzbreccien auf.
Ressourcenbasis: 1,45 Millionen Unzen Gold
Das Reliance Gold Project verfügt derzeit über eine abgeleitete Mineralressourcenschätzung (Inferred MRE) von 1,45 Millionen Unzen Gold. Diese ergibt sich aus 19,6 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 2,30 Gramm pro Tonne (gpt) Gold. Die Schätzung wurde von Ginto Consulting Ltd. mit Stichtag 8. Januar 2026 erstellt und basiert auf Daten aus 216 Bohrlöchern sowie 49 Oberflächengräben entlang eines 1,5 Kilometer langen Abschnitts der insgesamt drei Kilometer langen Royal Shear Fault Zone. Die Ressource umfasst drei primäre Mineralisierungszonen: Eagle, Imperial und Crown.
Für deutsche Anleger ist der Kontext wichtig: Eine „Inferred Mineral Resource" ist die niedrigste Kategorie in der kanadischen Ressourcenklassifikation nach dem National Instrument 43-101. Sie basiert auf begrenzten geologischen Belegen und gilt noch nicht als wirtschaftlich nachgewiesen. Das erklärte Ziel von Endurance Gold ist es, diese Ressourcen in die höhere Kategorie „Indicated" hochzustufen – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Minenentwicklung.
Dreifache Zielsetzung des Bohrprogramms
Das laufende Phase-1-Bohrprogramm verfolgt drei klar definierte Ziele:
Ressourcenaufwertung:
Hochstufung der oberflächennahen, tagebaukonstrained Ressource von „Inferred" zu „Indicated"
Ressourcenerweiterung:
Ausweitung der bekannten Mineralisierung innerhalb der bestehenden Tagebaugrube
Tiefenexploration:
Erkundung tieferer, hochgradiger Untertageerweiterungen zur potenziellen Vergrößerung der Untertagressource
Das erste Bohrloch der Kampagne, DDH26-128, ist bereits im Gange und zielt auf die südliche Erweiterung der Eagle Zone ab. Es handelt sich um einen 25-Meter-Schritt von einem früheren erfolgreichen Bohrloch, DDH22-027, das 8,31 gpt Gold über 11,9 Meter innerhalb eines breiteren Intervalls von 4,16 gpt Gold über 30,0 Meter erbrachte. Das Management bestätigte, dass DDH26-128 bereits ein zehn Meter mächtiges mineralisiertes Intervall im Liegenden der Royal Shear Fault in einer Teufe von 74 Metern durchteuft hat. Das Bohrloch wird bis zu einer Zielteufe von 190 Metern weitergeführt.
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Zur AktienanalyseZweite Bohranlage im Imperial-Bereich
Gleichzeitig wird die zweite Bohranlage in der Imperial Zone eingesetzt, um das hochgradige Untertagepotenzial zu evaluieren. Ein geplantes Schlüsselbohrloch soll einen 40-Meter-Schritt auf dem Imperial-Horizont testen, wo das frühere Bohrloch DDH24-109 bereits 6,74 gpt Gold über 21,8 Meter – darunter 10,11 gpt Gold über 12,4 Meter – lieferte. Dasselbe Bohrloch soll eine Tiefe von rund 575 Metern erreichen, um einen 100-Meter-Schritt auf dem Lower Imperial-Horizont zu testen. Grundlage hierfür sind Ergebnisse aus Bohrloch DDH24-106, das 4,47 gpt Gold über 15,3 Meter zurückgab.
Die technischen Informationen zum Projekt wurden von Darren O'Brien, P.Geo., dem Vice President of Exploration des Unternehmens, geprüft und genehmigt. Er gilt als „Qualified Person" gemäß National Instrument 43-101. Ein technischer Bericht vom 10. März 2026 ist auf der kanadischen Plattform SEDAR+ verfügbar.
Endurance Gold unterstreicht, dass Mineralressourcen keine Mineralreserven darstellen und keine nachgewiesene wirtschaftliche Rentabilität besitzen. Die Umwandlung von abgeleiteten in angezeigte Ressourcen ist ein Standardziel der weiteren Exploration, jedoch ohne Gewissheit über den Erfolg. Das Projekt unterliegt den üblichen Risiken des Bergbausektors, darunter Umwelt-, Genehmigungs-, Rechts- und Marktrisiken.

