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Energiewende belebt Versorger-Aktien

Stabile Dividenden und grüne Investitionen locken Anleger

Energiewende belebt Versorger-Aktien

Die Energiewende, ein globales Unterfangen mit dem Ziel, eine nachhaltigere und umweltschonendere Energieversorgung zu realisieren, rückt die Aktien von Energieversorgern zunehmend in den Fokus von Anlegern. Besonders in Deutschland, wo die Umstellung auf erneuerbare Energien eine hohe Priorität genießt, zeichnet sich ein Trend ab: Versorger-Aktien erweisen sich als lukratives Investment. Laut Jens Chrzanowski, dem Deutschland-Chef des Onlinebrokers XTB, steht die Branche vor spannenden Herausforderungen, insbesondere nachdem im vergangenen Jahr erneuerbare Energiequellen erstmals mehr als die Hälfte des deutschen Stromangebots bereitstellten.

Dieser Trend ist auch auf dem Aktienmarkt spürbar. Versorger-Aktien bieten traditionell hohe Dividendenrenditen und gelten aufgrund ihrer stabilen Geschäftsmodelle als sichere Anlage. Marc Kiewitz, Head of German Markets bei Activtrades, führt dies auf die konstante Nachfrage nach Strom, Energie und Wasser zurück, die selbst in wirtschaftlichen Krisenzeiten Bestand hat. Doch trotz ihrer Zuverlässigkeit sind auch Energieversorger von externen Faktoren wie Zinssätzen abhängig, wie Chrzanowski erläutert: Niedrige Zinsen begünstigen die Entwicklung dieser Unternehmen, da sie oft langfristige, kapitalintensive Investitionen tätigen.

Anleger, die in Versorger-Aktien investieren möchten, sollten sich auf Unternehmen mit bewährter Historie konzentrieren, rät Kiewitz. Eine solide Vergangenheit in Bezug auf Gewinne, Umsätze und Dividenden über verschiedene Wirtschaftszyklen hinweg deutet auf eine nachhaltige Unternehmensführung hin. Drei Unternehmen stechen in diesem Sektor besonders hervor: RWE, Eon und der italienische Versorger Enel.

RWE, mit Sitz in Essen, hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich gewandelt und fokussiert sich zunehmend auf die Erzeugung von grünem Strom. Mit einem Investitionsplan von 50 Milliarden Euro in erneuerbare Energien bis 2030 unterstreicht RWE sein Engagement in diesem Bereich. Der Erfolg von RWE spiegelt sich auch in der positiven Einschätzung von Analysten wider: 23 von 25 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf.

Eon, einst ein direkter Konkurrent von RWE, hat sich mittlerweile auf die Bereitstellung von Infrastrukturen wie Stromnetzen spezialisiert. Diese strategische Ausrichtung führt zu stabilen Einnahmen und bildet die Grundlage für hohe Dividenden. Analysten prognostizieren für Eon im Geschäftsjahr 2024 eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent.

Der italienische Riese Enel, weltweit größter Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energien, besticht durch eine hohe Dividendenrendite von 6,5 Prozent. Mit einer starken Präsenz in über 30 Ländern und einer beeindruckenden Marktkapitalisierung übertrifft Enel sogar die Größe von RWE und Eon zusammen.

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