Eni und Petronas gründen Gemeinschaftsunternehmen
Neue Einheit bündelt Öl- und Gasgeschäfte in Indonesien und Malaysia mit Milliardeninvestitionen

Italiens Energiekonzern Eni und der malaysische Staatskonzern Petronas haben eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung eines gemeinsamen Unternehmens getroffen, das ihre Öl- und Gasaktivitäten in Indonesien und Malaysia zusammenführt. Die Ankündigung erfolgte nach Unterzeichnung des Vertrags auf der Energie- und Rohstoffmesse ADIPEC in Abu Dhabi. Das neue Gemeinschaftsunternehmen, das den Namen NewCo trägt, soll 19 Vermögenswerte verwalten, davon 14 in Indonesien und fünf in Malaysia.
NewCo plant Investitionen von mehr als 15 Milliarden US-Dollar in den kommenden fünf Jahren. Damit sollen rund drei Milliarden Barrel bereits entdeckter Reserven erschlossen und zusätzlich etwa zehn Milliarden Barrel weiter erkundet werden. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Energieproduktion in der Region zu erweitern und neue Förderquellen zu erschließen.
Das Unternehmen wird mit einer anfänglichen Produktionsbasis von über 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag starten. Mittelfristig soll die Förderung auf mehr als 500.000 Barrel Öläquivalent pro Tag ansteigen. Durch die Zusammenlegung der Vermögenswerte beider Konzerne soll eine effizientere Nutzung bestehender Ressourcen ermöglicht und die operative Leistungsfähigkeit gesteigert werden.
NewCo soll als finanziell eigenständige Einheit geführt werden. Damit folgt Eni seiner sogenannten Satellitenstrategie, bei der der Konzern neue Einheiten für bestimmte Geschäftssegmente gründet, um deren Wachstum zu fördern und ihnen perspektivisch mehr Eigenständigkeit zu verschaffen.
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Zur AktienanalyseBereits zuvor hatte Eni mit BP in Angola ein ähnliches Gemeinschaftsunternehmen, Azule Energy, ins Leben gerufen. Mit der Kooperation mit Petronas verfolgt das Unternehmen das Ziel, seine internationale Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum weiter auszubauen und zugleich seine Position im globalen Öl- und Gasgeschäft zu stärken.


