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Eon erhöht Investitionen trotz sinkender Gewinne

Konzern bestätigt Jahresprognose und fordert politische Unterstützung für Energiewende

Eon erhöht Investitionen trotz sinkender Gewinne

Der Energiekonzern Eon hat trotz eines Gewinnrückgangs in den ersten drei Quartalen seine Investitionen erhöht und die Jahresprognose bestätigt. Das Unternehmen vermeldete einen Rückgang des bereinigten Konzernüberschusses um 25 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch das bereinigte EBITDA, das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, sank um 14 Prozent und erreichte 6,7 Milliarden Euro. Als Grund für diese Entwicklung nannte Eon unter anderem den Wegfall positiver Einmaleffekte, die im Vorjahr zu einem besseren Ergebnis beigetragen hatten.

Trotz dieser Einbußen erwies sich das Netzgeschäft weiterhin als stabiler Einnahmeträger des Konzerns. Mit einem operativen Ergebnis von 4,8 Milliarden Euro hielt sich dieser Bereich nahezu auf Vorjahresniveau und bleibt damit der stärkste Bereich im Unternehmen. Angesichts dieser stabilen Entwicklung im Netzgeschäft und der gesunkenen Ergebnisse in anderen Segmenten hat Eon beschlossen, an der bisherigen Prognose für das Gesamtjahr festzuhalten. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein bereinigtes EBITDA im Bereich von 8,8 bis 9,0 Milliarden Euro.

Parallel zur Bestätigung der Prognose verstärkte Eon seine Investitionsaktivitäten erheblich. Die Investitionen in den ersten neun Monaten stiegen um 20 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, und für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einer Investitionssumme von rund 7,2 Milliarden Euro. Darüber hinaus plant das Unternehmen, bis 2028 insgesamt 42 Milliarden Euro in die Energiewende in Europa zu investieren. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf dem Ausbau der Netzinfrastruktur, die als entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Energiewende angesehen wird.

Um dieses ambitionierte Investitionsvorhaben umzusetzen, fordert Eon allerdings politische Unterstützung und klare Rahmenbedingungen. Das Unternehmen betont, dass eine stabile Investitionsumgebung für Netzbetreiber und deren Investoren notwendig sei, um die angestrebten Ziele der Energiewende erreichen zu können. Dies betrifft insbesondere regulatorische und finanzielle Rahmenbedingungen, die den Ausbau der Infrastruktur erleichtern und langfristige Planungen absichern sollen.

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