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Epstein-Akten enthüllen 5-Milliarden-Dollar-Vermögen von Apollo-Gründer Leon Black

Detaillierte Finanzunterlagen zeigen Strategien zur Vermögensverwaltung und Steueroptimierung des Milliardärs

Epstein-Akten enthüllen 5-Milliarden-Dollar-Vermögen von Apollo-Gründer Leon Black

Die kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten des US-Justizministeriums gewähren einen beispiellosen Einblick in die Finanzen von Leon Black, dem ehemaligen CEO der Private-Equity-Gesellschaft Apollo Global Management. Die Dokumente aus den Jahren 2014 und 2015 offenbaren bis ins kleinste Detail, wie einer der reichsten Amerikaner sein Vermögen strukturiert – von 69 verschiedenen Bankkonten bis zu einem durch Kunstwerke besicherten Kredit über 484 Millionen Dollar.

Black, der gesellschaftlichen Umgang mit dem verurteilten Sexualstraftäger Jeffrey Epstein pflegte, nutzte dessen Beratung für Steuer- und Nachlassplanung. Eine Finanzanalyse vom 31. März 2015 beziffert sein Nettovermögen auf 5 Milliarden Dollar. Davon entfielen 2,3 Milliarden auf Geschäftsbeteiligungen, insbesondere Apollo-Aktien und Fondsanteile. Seine Kunst- und Buchsammlung sowie persönliche Gegenstände machten weitere 2,8 Milliarden Dollar aus.

Zu seinem Portfolio gehörten sieben Immobilien, elf Luxusfahrzeuge, ein Gulfstream-Privatjet und eine Benetti-Yacht. Die Dokumente zeigen typische Strategien der Superreichen: komplexe Trust-Strukturen, Gesellschaften mit beschränkter Haftung und Investitionen in exklusive Private-Equity-Fonds, die normalen Anlegern nicht zugänglich sind.

Kreditaufnahme trotz Milliardenvermögen

Besonders aufschlussreich ist Blacks Nutzung von Krediten trotz seines enormen Vermögens. Der 484-Millionen-Dollar-Kredit, besichert durch seine umfangreiche Kunstsammlung, illustriert eine gängige Praxis unter Ultrareichen: Statt Vermögenswerte zu verkaufen und Steuern zu zahlen, nehmen sie Kredite auf und nutzen ihre Besitztümer als Sicherheit.

Die Finanzunterlagen dokumentieren auch Investitionen in seltene Bücher und chinesische Bronzen – Sammlerstücke, die neben ihrem kulturellen Wert auch als Wertanlage und Steuervehikel dienen können. Solche alternativen Investments sind ein weiteres Merkmal der Vermögensstrategien von Milliardären.

Obwohl die Dokumente bereits einige Jahre alt sind und Blacks aktuelle finanzielle Situation davon abweichen dürfte, bieten sie einen seltenen Blick hinter die Kulissen der Vermögensverwaltung amerikanischer Milliardäre. Black trat 2021 als Apollo-CEO zurück, nachdem bekannt wurde, dass er Epstein zwischen 2012 und 2017 insgesamt 158 Millionen Dollar für Beratungsleistungen gezahlt hatte.

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