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EQT-Chef Rice gründet Energy Corps gegen Energiearmut weltweit

Erdgas-Tycoon Toby Rice setzt mit neuem Hilfsprojekt auf breiten Energiemix statt nur Erneuerbare

EQT-Chef Rice gründet Energy Corps gegen Energiearmut weltweit

Toby Rice, Chef des US-Erdgasproduzenten EQT, startet eine ungewöhnliche Hilfsinitiative: Mit Energy Corps will er Millionen Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu Energie verschaffen. Das Besondere: Anders als übliche Hilfsprojekte setzt die Organisation nicht ausschließlich auf erneuerbare Energien, sondern auf einen breiten Mix von fossilen Brennstoffen über Solar bis Atomkraft.

Rice, der sein Vermögen mit der Erschließung von Erdgasvorkommen in den Appalachen machte, hat gemeinsam mit seiner Frau Aileen bereits 3 Millionen Dollar in die gemeinnützige Organisation investiert. Die beiden planen, ihre Spenden künftig weiter zu erhöhen. EQT zählt zu den größten Erdgasproduzenten der Vereinigten Staaten.

Energy Corps konzentriert sich zunächst auf afrikanische Länder wie Ghana, Sambia und Burundi. Dort soll die Organisation beim Aufbau der Energieinfrastruktur helfen und so wirtschaftliches Wachstum ermöglichen. Der pragmatische Ansatz unterscheidet sich deutlich von vielen philanthropischen Initiativen, die primär auf Wind- und Solarenergie setzen.

Rockefeller Foundation unterstützt Projekt

Bemerkenswert ist die Unterstützung durch die Rockefeller Foundation, eine der traditionsreichsten US-Stiftungen. Sie hat Energy Corps einen Zuschuss von 200.000 Dollar gewährt – obwohl die Stiftung historisch aus dem Öl-Imperium der Familie Rockefeller hervorgegangen ist und heute oft für Klimaschutz eintritt.

Für 2026 strebt Energy Corps Spenden von insgesamt 10 Millionen Dollar an. Das Geld soll von Energieunternehmen, Family Offices und Privatpersonen kommen. Die Initiative argumentiert, dass Energiearmut nur durch einen technologieoffenen Ansatz effektiv bekämpft werden kann.

Der Vorstoß von Rice dürfte in der Debatte um Entwicklungshilfe und Klimaschutz für Diskussionen sorgen. Während Kritiker auf die Klimarisiken fossiler Brennstoffe verweisen, betonen Befürworter die Notwendigkeit zuverlässiger Energieversorgung für wirtschaftliche Entwicklung.

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