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EQT erhöht Übernahmeangebot für Perpetual auf 1,8 Milliarden Dollar

Der schwedische Private-Equity-Riese EQT legt beim dritten Anlauf in diesem Monat nach und bewertet den australischen Finanzdienstleister mit A$2,55 Milliarden.

EQT erhöht Übernahmeangebot für Perpetual auf 1,8 Milliarden Dollar

Die schwedische Private-Equity-Gesellschaft EQT hat ihr Übernahmeangebot für den australischen Finanzdienstleister Perpetual Ltd (ASX: PPT) erneut angehoben. Es ist bereits das dritte revidierte Angebot innerhalb eines einzigen Monats. Das neue, unverbindliche Gebot bewertet Perpetual mit insgesamt A$2,55 Milliarden (rund 1,78 Milliarden US-Dollar) und unterstreicht die Entschlossenheit des schwedischen Investors, den Vermögensverwalter zu übernehmen.

Das überarbeitete Angebot sieht einen Kaufpreis von A$22,50 pro Aktie in bar vor. Das entspricht einem Aufschlag von knapp 19 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Perpetual-Aktie vor der Ankündigung. Die Märkte reagierten positiv: Die Aktien von Perpetual stiegen um rund 2,5 Prozent auf A$19,40 und übertrafen damit deutlich den australischen Leitindex S&P/ASX 200, der lediglich ein Plus von 0,9 Prozent verzeichnete.

Dritter Anlauf in einem Monat

Das aktuelle Gebot übertrifft die beiden vorangegangenen Offerten von EQT spürbar. Mitte Juli hatte das Unternehmen A$22,07 pro Aktie geboten, nachdem das ursprüngliche Angebot vom 1. Juli bei A$21,64 pro Aktie gelegen hatte. Gegenüber dem ersten Vorschlag entspricht das neue Gebot einer Steigerung von rund 4 Prozent. Beide früheren Angebote hatten nicht die Unterstützung des Perpetual-Vorstands erhalten, der das Unternehmen als unterbewertet einstufte.

Perpetual selbst betonte, dass das Angebot weiterhin an eine Reihe von Bedingungen geknüpft sei. Dazu zählen der erfolgreiche Abschluss des geplanten Verkaufs der Wealth-Management-Sparte an Bain Capital, eine Due-Diligence-Prüfung, behördliche Genehmigungen sowie die Aushandlung der endgültigen Transaktionsdokumente. Solange diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, bleibt das Angebot unverbindlich.

Umbau des Konzerns im Gange

Der australische Finanzdienstleistungskonzern befindet sich derzeit in einer umfassenden Restrukturierungsphase. Mit der bereits vereinbarten Veräußerung des Wealth-Management-Geschäfts an Bain Capital konzentriert sich Perpetual künftig auf seine Bereiche Corporate Trust und Asset Management – genau jene Sparten, auf die EQT mit seiner Übernahme abzielt.

Für deutsche Privatanleger ist der Fall Perpetual ein anschauliches Beispiel für die anhaltend hohe Aktivität im globalen M&A-Markt, insbesondere im Bereich Finanzdienstleistungen. Private-Equity-Gesellschaften wie EQT – mit Sitz in Stockholm und an der Stockholmer Börse notiert – suchen verstärkt nach Übernahmezielen im asiatisch-pazifischen Raum, wo Bewertungen und Wachstumsperspektiven attraktiv erscheinen.

Ob der Perpetual-Vorstand das dritte Angebot von EQT diesmal annehmen wird, bleibt abzuwarten. Die Erhöhung des Aufschlags auf knapp 19 Prozent und die wiederholte Annäherung signalisieren jedoch, dass EQT den australischen Vermögensverwalter als strategisch wertvollen Zukauf betrachtet und bereit ist, einen deutlich höheren Preis zu zahlen als noch zu Beginn des Monats.

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