ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Equinor prüft Beteiligung an deutscher Gaskraftwerksplanung

Konzern wartet auf wirtschaftliche Details und mögliche Partnerschaften für neue Kapazitäten

Equinor prüft Beteiligung an deutscher Gaskraftwerksplanung

Norwegens Energieproduzent Equinor prüft Möglichkeiten einer Beteiligung an der geplanten Ausschreibung für neue Gaskraftwerkskapazitäten in Deutschland. Das Unternehmen sieht grundsätzlich Chancen, sich in den Prozess einzubringen, benötigt jedoch zusätzliche Klarheit über die noch offenen Details des Vorhabens. Ein leitender Manager erklärte, dass Gespräche mit verschiedenen potenziellen Partnern laufen, die voraussichtlich eine Rolle in dem Ausschreibungsrahmen spielen werden. Erst nach einer genauen Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen solle eine Entscheidung getroffen werden.

Deutschland plant im kommenden Jahr die Ausschreibung von acht Gigawatt neuer gasbasierter Kraftwerksleistung, die später durch weitere zwei Gigawatt in den Jahren 2026 und 2027 ergänzt werden sollen. Das Land verfolgt damit das Ziel, die Balance zwischen schrittweiser Dekarbonisierung und der Sicherstellung der Versorgungssicherheit in Zeiten schwankender erneuerbarer Einspeisung zu halten. Die Ausschreibungsdetails befinden sich jedoch weiterhin in Ausarbeitung, was für interessierte Marktteilnehmer wie Equinor entscheidungsrelevante Fragen offenlässt.

Equinor betonte, dass eine mögliche Beteiligung auch davon abhängt, ob sich ein Modell findet, das wirtschaftlich tragfähig ist. In früheren Projekten, etwa im britischen Markt, sei der Einstieg häufig gemeinsam mit einem Partner erfolgt. Diese Vorgehensweise diene dazu, Expertise und Risiken zu teilen. Das Unternehmen verwies zudem darauf, dass viele der Inhalte der geplanten Ausschreibung für Deutschland noch nicht final feststehen, was die Bewertung zusätzlich erschwert.

In diesem Jahr hat Equinor seine Aktivitäten in einer neuen Geschäftseinheit gebündelt, die die Bereiche erneuerbare Energien und Stromerzeugung des Konzerns zusammenführt. Das Unternehmen verfügt bereits über ein breites Portfolio, das sowohl Windkraft an Land und auf See als auch Solarenergie, Batteriespeicher und Gaskraftwerke umfasst. Mit der neuen Struktur sollen Investitionen in einen technologieübergreifenden Ansatz erleichtert werden, der unterschiedliche Erzeugungsarten kombiniert.

Deutschland bezieht einen großen Teil seines Erdgases aus Norwegen, wobei Equinor als größter Produzent des Landes gilt. Das Gas gelangt sowohl über direkte Pipelines als auch über neue deutsche Importterminals für verflüssigtes Erdgas ins Land. Für Kraftwerksprojekte in anderen Märkten, wie etwa in Großbritannien, wird das benötigte Gas über den offenen Markt beschafft. Laut Unternehmensangaben könnte Equinor jedoch in Betracht ziehen, neue Projekte künftig direkt mit eigenem Gas zu versorgen.

EquinorGasDeutschland

Disclaimer