Equinor steigert Quartalsgewinn deutlich über Erwartungen
Europäische Gaspreise treiben Ergebnis – Investitionen in Erneuerbare bleiben reduziert

Der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor hat im ersten Quartal einen höheren Gewinn erzielt als von Analysten erwartet. Die bereinigten Vorsteuergewinne stiegen im Zeitraum Januar bis März auf 8,65 Milliarden US-Dollar, nachdem sie im Vorjahreszeitraum bei 7,53 Milliarden US-Dollar gelegen hatten. Damit übertraf das Unternehmen die Prognose von 8,51 Milliarden US-Dollar, die in einer Umfrage unter 20 Analysten erhoben wurde. Hauptgrund für den Anstieg waren höhere europäische Gaspreise im Vergleich zum Vorjahr.
Equinor pumpte im ersten Quartal täglich 2,12 Millionen Barrel Öläquivalent, was den Erwartungen der Analysten entsprach. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,16 Millionen Barrel pro Tag lag die Produktion damit leicht darunter. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose, dass die Öl- und Gasproduktion im laufenden Jahr im Vergleich zu 2024 um vier Prozent steigen werde. Die Investitionsausgaben für das Jahr 2025 sollen unverändert bei 13 Milliarden US-Dollar liegen.
Im Februar hatte Equinor angekündigt, ähnlich wie andere große Energieunternehmen wie Shell und BP, die Produktion fossiler Energieträger auszuweiten und gleichzeitig Investitionen in erneuerbare Energien zurückzufahren. Als Begründung nannte das Unternehmen schwierige Marktbedingungen im Bereich der grünen Energie. Diese Strategieanpassung ist Teil einer breiteren Reaktion der Branche auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Laut Konzernchef Anders Opedal liegt der Fokus derzeit auf sicheren, stabilen und kosteneffizienten Betriebsabläufen sowie der Stärkung der Widerstandskraft durch eine solide Bilanz. Diese Ausrichtung sei insbesondere in Zeiten unsicherer Marktverhältnisse entscheidend. Equinor hatte im Jahr 2022 die russische Gazprom als größten Erdgaslieferanten Europas abgelöst, nachdem die Invasion der Ukraine durch Russland zu erheblichen Veränderungen auf dem Energiemarkt geführt hatte.
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Zur AktienanalyseTrotz des gestiegenen Gewinns verzeichnete die Aktie von Equinor seit Jahresbeginn einen Rückgang von zehn Prozent. Damit entwickelte sich der Kurs schwächer als der europäische Branchenindex, der im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent nachgab.


