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Equinor treibt Rosebank-Projekt in Großbritannien voran

Norwegischer Energiekonzern plant LNG-Expansion und Beteiligung an Indiens Erdölreserven

Equinor treibt Rosebank-Projekt in Großbritannien voran

Der norwegische Öl- und Gasproduzent Equinor wird mit der Entwicklung des Rosebank-Öl- und Gasfeldes in Großbritannien fortfahren. Dies gab der UK-Manager des Unternehmens am Rande einer Energiekonferenz in Neu-Delhi bekannt. Equinor arbeitet dabei mit seinem Partner Ithaca Energy zusammen, um eines der letzten großen bekannten Ölvorkommen Großbritanniens zu erschließen. Das Projekt steht im Fokus von Klimaaktivisten, die ein Ende der fossilen Brennstoffproduktion fordern.

Alex Grant, Vertreter von Equinor auf der India Energy Week, erklärte, dass das Unternehmen alle erforderlichen Genehmigungen einholen werde, um die rechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung des Feldes zu erfüllen. Grant betonte, dass Equinor entschlossen sei, das Projekt voranzutreiben und zu einer erfolgreichen Produktionsaufnahme zu führen. Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer hat angekündigt, keine neuen Explorationslizenzen zu vergeben, jedoch bestehende Lizenzen nicht zu widerrufen.

Darüber hinaus plant Equinor, die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) nach Indien im Rahmen von langfristigen Verträgen auszubauen. Desikan Sundararajan, Geschäftsführer von Equinor in Indien, betonte, dass das Unternehmen aktiv mit mehreren Partnern verhandle, um die LNG-Lieferungen in die Asien-Pazifik-Region, insbesondere nach Indien, zu erhöhen. Indien ist derzeit der viertgrößte LNG-Importeur weltweit und strebt an, den Anteil von Gas im nationalen Energiemix bis 2030 von derzeit 6,2 % auf 15 % zu steigern.

Im vergangenen Jahr unterzeichnete Equinor einen 15-Jahres-LNG-Vertrag mit dem indischen Unternehmen Deepak Fertilisers, wobei das norwegische Unternehmen sowohl aus eigenen Förderquellen als auch über Markteinkäufe beliefert. Zudem wurden Gespräche über eine mögliche Beteiligung Equinors an den strategischen Erdölreserven Indiens geführt. Ein weiteres bedeutendes Abkommen wurde 2023 mit ONGC Videsh, dem Auslandsinvestitionsarm des führenden indischen Explorationsunternehmens, geschlossen. Dieses Abkommen im Wert von 60 Millionen US-Dollar zielt darauf ab, Equinors Anteil am Offshore-Ölfeld Azeri Chirag Gunashil im Kaspischen Meer sowie an der verbundenen Pipeline zu erhöhen.

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