ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Erfolgreiche Siemens-Sparte im Schatten der Konzernstars

Smart Infrastructure wächst stark – dank Boom bei Rechenzentren und gezielter Expansion nach Indien

Erfolgreiche Siemens-Sparte im Schatten der Konzernstars

In der internationalen Konzernwelt von Siemens steht derzeit eine Sparte im Rampenlicht, die lange Zeit unter dem Radar flog: Smart Infrastructure (SI), unter der Leitung von Matthias Rebellius. Der 60-Jährige hat die Abteilung im Stillen zu einem der erfolgreichsten Bereiche des Unternehmens geformt. Während andere Geschäftseinheiten mit Herausforderungen kämpfen, glänzt SI mit starkem Wachstum – besonders im boomenden Markt für Rechenzentren. Der Umsatz in diesem Bereich stieg im Jahr 2024 um fast 50 Prozent. Auch für das laufende Jahr wird weiteres Wachstum erwartet, wenngleich in etwas abgeschwächter Form.

Die Wurzeln der Sparte reichen bis zur Übernahme des Schweizer Unternehmens Elektrowatt im Jahr 1998 zurück. Damit verbunden war der Umzug nach Zug, einem Steuerparadies unweit von Zürich. Hier befindet sich heute nicht nur die Zentrale von Siemens Smart Infrastructure, sondern auch eine moderne Produktionsstätte. In einer automatisierten Fabrik entstehen dort alle sechs Sekunden Rauchmelder, gefertigt von rund 240 Mitarbeitern. Insgesamt beschäftigt die Sparte weltweit rund 80.000 Menschen, etwa 1.700 davon in Zug.

Das Unternehmensgebäude selbst dient als technisches Schaufenster: Eine Wärmepumpe nutzt Wasser aus dem Zuger See zur Temperaturregulierung, ein intelligentes Stromnetz verhindert Netzüberlastungen, Sensoren kontrollieren die Luftqualität. Diese Kombination aus klassischem Gebäudeequipment und hochentwickelter Technologie unterstreicht das Profil der Sparte, die aus früheren Bereichen wie Building Technologies und Energy Management hervorging.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist die konsequente Akquisitionsstrategie. 2022 übernahm Siemens das US-Softwareunternehmen Brightly für 1,6 Milliarden Dollar. Damit erschloss sich die Sparte das Geschäft mit digitalen Gebäudemanagementlösungen. Ergänzt wurde das Portfolio 2024 durch kleinere Übernahmen wie den Kauf der Brandschutzsparte von Danfoss.

Während andere Bereiche auf China setzen, verfolgt SI eine regionale Diversifikation. Besonders Indien gewinnt zunehmend an Bedeutung. Rund 50 Millionen Dollar flossen 2024 in neue Investitionen. Mit dem Erwerb des indischen Unternehmens C&S Electric im Jahr 2021 für 280 Millionen Euro verschaffte sich Siemens einen Zugang zum wachsenden Markt der Niederspannungstechnik. Trotz wachsender Bedeutung bleibt Indien jedoch hinter Europa und Nordamerika zurück, was Umsatz und Gewinn betrifft.

Matthias Rebellius, seit über 35 Jahren im Konzern, ist kein Mann der großen Auftritte. Doch seine Arbeit findet Anerkennung – nicht zuletzt durch den wirtschaftlichen Erfolg seiner Sparte. 2026 wird er aus dem Vorstand ausscheiden, was intern als Herausforderung betrachtet wird.

SiemensTechnologieDigitalisierung IndustrieEnergie

Disclaimer