Eskalationsängste im Nahen Osten belasten US-Aktienmärkte stark
Geopolitische Spannungen, schwache Quartalszahlen und ein Einbruch bei Software-Aktien drücken S&P 500, Nasdaq und Dow Jones ins Minus.

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag deutlich nachgegeben. Eskalationsängste im Nahen Osten, enttäuschende Quartalsergebnisse großer Software-Konzerne und steigende Ölpreise sorgten für breiten Verkaufsdruck an der Wall Street.
Auslöser der Nervosität war die angespannte geopolitische Lage rund um die Straße von Hormus. Ein weiterer US-Flugzeugträger ist im Nahen Osten eingetroffen. Präsident Trump erklärte zudem, er habe die Marine angewiesen, jedes Boot, das in der Straße von Hormus Minen legt, „zu beschießen und zu zerstören". Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und ist für den globalen Öltransport von zentraler Bedeutung.
Die Ölpreise reagierten entsprechend und stiegen den vierten Handelstag in Folge. Höhere Energiepreise gelten als Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft und schüren Inflationssorgen, was Anleger zusätzlich verunsichert.
Wichtige Indizes geben nach
Der S&P 500 verlor 0,4 Prozent, während der technologielastige Nasdaq um knapp 1 Prozent nachgab. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 180 Punkte auf 49.310 Zähler. Besonders auffällig: Microsoft, die drittgrößte Komponente im preisgewichteten Dow-Jones-Index, verlor rund 4 Prozent. Dies, obwohl der Konzern ankündigte, seine Belegschaft durch freiwillige Abfindungsangebote um 7 Prozent reduzieren zu wollen — eine Maßnahme, die Anleger offenbar nicht positiv aufnahmen.
Software-Sektor bricht ein
Besonders hart traf es den Software-Sektor. Enttäuschende Quartalsergebnisse von ServiceNow und IBM sorgten für massive Kursverluste und zogen den gesamten Bereich nach unten. Die Aktie von ServiceNow brach um fast 18 Prozent ein — ein erheblicher Tagesverlust für einen der führenden Anbieter von Cloud-basierten Unternehmenssoftware-Lösungen. IBM-Papiere verloren mehr als 8 Prozent.
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Zur AktienanalyseDie Schwäche im Sektor spiegelte sich auch in den ETF-Daten wider. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF, der viele bedeutende Software-Unternehmen abbildet, verzeichnete am Handelstag ein Minus von 6 Prozent. Für deutsche Anleger, die über solche ETFs in US-Technologiewerte investiert sind, bedeutet dies einen spürbaren Rückschlag.
Die Kombination aus geopolitischen Risiken, steigenden Rohstoffpreisen und schwachen Unternehmenszahlen verdeutlicht, wie fragil die aktuelle Marktstimmung ist. Anleger beobachten die Entwicklungen im Nahen Osten und die laufende Berichtssaison in den USA mit großer Aufmerksamkeit.


