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eToro übertrifft Gewinnprognosen trotz rückläufiger Krypto-Einnahmen deutlich

Handelsplattform profitiert von starkem Multi-Asset-Geschäft und wachsendem verwalteten Vermögen von 18,5 Milliarden Dollar.

eToro übertrifft Gewinnprognosen trotz rückläufiger Krypto-Einnahmen deutlich

Die israelische Handelsplattform eToro hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Mit einem bereinigten Gewinn von 71 Cent je Aktie lag das Unternehmen klar über den Prognosen von 63 Cent. Die Aktie reagierte mit einem vorbörslichen Kurssprung von rund 8,9 Prozent.

Das verwaltete Vermögen (Assets under Administration) des in Tel Aviv ansässigen Fintech-Unternehmens wuchs im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 18,5 Milliarden Dollar. "Unsere Ergebnisse für das vierte Quartal spiegeln die Stärke und Widerstandsfähigkeit unseres Multi-Asset-Geschäftsmodells wider", erklärte Finanzvorstand Meron Shani.

Die positive Entwicklung profitierte von der allgemein guten Stimmung an den US-Aktienmärkten. Zinssenkungen stärkten das Vertrauen der Anleger, während insbesondere KI-bezogene Technologiewerte rasant steigende Bewertungen verzeichneten. Allerdings warnten Marktbeobachter zunehmend vor einer möglichen Blasenbildung aufgrund der starken Konzentration auf wenige Aktien.

Krypto-Geschäft unter Druck

Weniger erfreulich entwickelte sich hingegen das Krypto-Segment. Der Nettobeitrag, bei dem die Umsatzkosten aus Krypto-Assets und Margenzinsaufwendungen abgezogen werden, fiel um 10 Prozent auf 227 Millionen Dollar. Die Volatilität am Kryptomarkt hatte viele Anleger zur Vorsicht veranlasst. Der Bitcoin verzeichnete im November seinen stärksten monatlichen Rückgang seit Mitte 2021.

Wettbewerb mit etablierten Playern

eToro gehört zu einer neuen Generation von Fintech-Unternehmen, die etablierte Wall-Street-Institutionen herausfordern. Mit günstigerem Handel, intuitiven Apps und einfacherem Zugang zu verschiedenen Anlageklassen sprechen diese Plattformen besonders jüngere Anleger an. Das diversifizierte Geschäftsmodell über mehrere Anlageklassen hinweg erwies sich dabei als stabilisierender Faktor in einem volatilen Marktumfeld.

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