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EU-Automarkt legt im März kräftig zu – Gewinner und Verlierer

Neuzulassungen steigen um 12,5 Prozent – VW bleibt Marktführer, Tesla und BYD legen massiv zu.

EU-Automarkt legt im März kräftig zu – Gewinner und Verlierer

Der europäische Automobilmarkt hat im März einen deutlichen Wachstumsschub verzeichnet. Laut dem Herstellerverband Acea kletterten die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,5 Prozent auf 1,158 Millionen Fahrzeuge. Damit setzt der Markt ein klares Wachstumssignal – ein wichtiger Indikator für Anleger, die Automobilaktien im Depot halten.

Auch im Gesamtblick auf das erste Quartal zeigt sich eine positive Tendenz: Insgesamt wurden 2,823 Millionen Autos neu zugelassen, was einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders bemerkenswert: Der Anteil vollelektrisch angetriebener Fahrzeuge stieg im Jahresvergleich von 15,2 auf 19,4 Prozent – ein deutliches Zeichen für den anhaltenden Strukturwandel in der Branche.

Alle großen Märkte im Plus

Auf den vier wichtigsten EU-Automärkten – Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien – verzeichneten die Zulassungszahlen im März allesamt Zuwächse. Das unterstreicht die Breite der Erholung und lässt auf eine stabile Nachfrage in der gesamten Region schließen.

Marktführer in der EU bleibt der Volkswagen-Konzern. Die VW-Marken erzielten zusammengenommen ein Wachstum von 7,8 Prozent. Innerhalb des Konzerns gab es jedoch auch einen Ausreißer nach unten: Der Sportwagenbauer Porsche AG musste einen Rückgang von 14,5 Prozent hinnehmen – ein Wermutstropfen im ansonsten soliden Konzernbild.

BMW glänzt, Mercedes legt moderat zu

Besonders stark präsentierte sich BMW mit einem Zulassungsplus von 19,8 Prozent. Der Münchner Premiumhersteller übertraf damit die Wachstumsrate des Gesamtmarkts deutlich. Mercedes-Benz legte ebenfalls zu, allerdings moderater mit einem Plus von 3,8 Prozent. Stellantis – Mutterkonzern von Opel, Peugeot und weiteren Marken – erzielte ein Wachstum von 6,8 Prozent und blieb damit hinter dem VW-Konzern zurück.

Die auffälligsten Wachstumszahlen lieferten jedoch zwei Elektroautobauer: Der chinesische Hersteller BYD steigerte seine Zulassungen in der EU um beeindruckende 155 Prozent. Tesla verbuchte ebenfalls ein Plus von mehr als 100 Prozent – allerdings vor dem Hintergrund eines deutlichen Rückgangs im Vorjahreszeitraum, was die Vergleichsbasis entsprechend erleichtert.

Einordnung für Anleger

Die Zahlen des März zeigen, dass der EU-Automarkt trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten robust wächst. Für Privatanleger mit Positionen in Automobilwerten liefern die Daten wichtige Orientierung: Während etablierte Konzerne wie VW und BMW solide Zuwächse verbuchen, gewinnen Elektroautobauer wie BYD und Tesla in Europa zunehmend an Boden. Der steigende E-Auto-Anteil von nun fast einem Fünftel aller Neuzulassungen verdeutlicht, wie stark sich das Marktgefüge langfristig verschiebt.

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