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EU-Erdgaspreise sinken wieder

20 Tanker mit LNG aus USA auf dem Weg

EU-Erdgaspreise sinken wieder

Eine Flottille von US-Flüssigerdgasfrachtern auf dem Weg nach Europa hat den europäischen Gasabnehmern Erleichterung verschafft und die Gaspreise erheblich gesenkt. Nach Angaben von Bloomberg, die vom russischen Sender Sputnik zitiert werden, stieg die Zahl der LNG-Transporte aus den USA nach Europa über das Weihnachtswochenende um ein Drittel.

20 Tanker mit US-amerikanischem Flüssigerdgas sind auf dem Weg nach Europa, und weitere 14 sind in dieselbe Richtung unterwegs und warten auf weitere Aufträge, da das verzweifelte Europa angesichts der anhaltenden Gaskrise, die zu einer Reihe von Preisrekorden geführt hat und einige Länder dazu zwang, stillgelegte Kohlekraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen, bereit war, einen höheren Preis zu zahlen als Käufer in Asien.

Analysten zufolge werden die US-Ladungen aufgrund des begrenzten Volumens keinen dauerhaften Unterschied machen, doch die Nachricht, dass die Ladungen nach Europa gehen, hat sich bereits auf die europäischen Gaspreise ausgewirkt, zumal sie mit den Vorhersagen für milderes Wetter zusammenfiel.

Bloomberg berichtete letzte Woche, dass Gas in Europa zu einem Preis von über 57 $ pro Million British Thermal Units gehandelt wurde, was einem Aufschlag von etwa 24 $ pro mmBtu gegenüber den asiatischen Gaspreisen entsprach - mehr als genug, um größere LNG-Verkäufe der USA nach Europa zu motivieren.

Am vergangenen Dienstag stiegen die europäischen Gaspreise auf ein Allzeithoch, nachdem das Gas aus der Jamal-Europa-Pipeline nicht mehr nach Osten floss und in vielen Teilen Europas eisige Temperaturen herrschten. Der Referenzpreis für Europa an der niederländischen Title Transfer Facility (TTF) stieg am 21. Dezember um 11 Prozent auf ein Rekordniveau von 162,78 Euro pro Megawattstunde.

Seitdem sind die Preise jedoch stetig gesunken, obwohl Gazprom den achten Tag in Folge auf die Buchung von Exportkapazitäten über die Jamal-Europa-Pipeline verzichtet hat. Über diese Pipeline wird ein Zehntel der gesamten russischen Gaslieferungen nach Europa abgewickelt, doch in der vergangenen Woche wurde sie in umgekehrter Richtung nach Polen verlegt. Einem Gazprom-Sprecher zufolge hatten die Kunden des Unternehmens ihre Mengen für 2021 bereits kontrahiert und stellten keine Anträge auf zusätzliche Mengen.

Ein weiterer Grund für die niedrigeren Gaspreise in Europa in dieser Woche ist laut Bloomberg die geringere Handelsaktivität rund um die Feiertage.

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