ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

EU-Gasnotfallplan: Erfolgreiches Sparziel trotz russischer Bedrohung

Industrie und Wetterbegünstigung führen zur übererfüllten Sparziele

EU-Gasnotfallplan: Erfolgreiches Sparziel trotz russischer Bedrohung

Erfolgreicher Gasnotfallplan der EU: Um 19 Prozent gesparter Verbrauch. Im letzten Jahr aufgrund russischer Bedrohung initiiert. Plan zur Bewältigung drohender Gaskrise und Marktstörungen. Freiwillige Ziele für Energiesparen, 15 Prozent Reduktion des Gasverbrauchs über fünf Jahre. Nationale Umsetzung nach eigenem Ermessen: Erneuerbare Energien, rationales Heizen und Kühlen. Bei Versorgungsengpässen wird das Sparziel verpflichtend. Mindestens fünf EU-Regierungen müssen Alarm schlagen.

Trotz russischer Drosselung der Gaslieferungen milde Winter. EU übertrifft Sparziele: Gasverbrauch zwischen August und Januar um 19 Prozent gesunken. Industrie und Haushalte tragen dazu bei. Brüsseler Denkfabrik Bruegel berichtet, dass im letzten Sommer vor allem die Industrie zum Erfolg beigetragen hat. Haushalte reduzierten ihre Nachfrage im Herbst, unterstützt durch warmes Wetter. Im ersten Quartal 18 Prozent niedrigere Gasnachfrage als Durchschnitt von 2019 bis 2021.

Deutschland ähnliche Verbrauchszahlen wie EU-Durchschnitt. Bundeswirtschaftsminister Habeck betonte Abhängigkeit von russischem Gas, verstärktes Einsparen notwendig. Bruegel-Energieexperte Zachmann hebt Notfallplan als entscheidendes Instrument gegen Marktzusammenbruch hervor. Verhindert mögliche nationale Subventionen zur Gasspeicherung.

EU stritt letzten Sommer über Regelungsdetails. Schließlich umgesetzter Notfallplan sendet Botschaft an Russland, dass EU auf Lieferstopp vorbereitet ist. Mitgliedsstaaten gefordert, schneller unabhängig von Russland zu werden. Erfolge: Gaslieferungen über Pipelines, die früher 50 Prozent der EU-Einfuhren ausmachten, sind auf 8 Prozent gesunken.

Fortlaufender Notfallplan auch für nächsten Winter gültig. Deutschland bezog Erdgas von Nachbarn und aktivierte Kohlekraftwerke zur Einsparung. Frankreich, Belgien, Niederlande reduzierten Kühl- und Heizvorgänge. Italien und Spanien ähnliche Vorgaben für öffentliche Gebäude.

Kritische Industrien zur Nahrungs- und Düngemittelproduktion vom Sparziel ausgenommen. Ebenso Länder, die Gas zur Stromgewinnung brauchen oder an EU-Partner liefern. Akute Notlagen sollen Mitgliedsstaaten durch gegenseitige Hilfe überwinden. Regelung gilt nicht für Malta, Zypern und Irland, nicht am europäischen Gasnetz hängende Inselstaaten.

EU-Regierungen verlängerten Sparvorgaben um ein Jahr bis März 2024. Ziel: weitere 15 Prozent Reduktion der Gasnachfrage. Notfallalarm bleibt bestehen, Hoffnung auf anhaltend friedlichen Ernstfall. Binnenmarktstabilität und geringere Abhängigkeit von russischem Gas sind Ziele des Notfallplans.

Europäische UnionGas

Disclaimer