EU-Kommission pausiert Werbung auf X: Reaktion auf irreführende Inhalte zum Gaza-Krieg
IBM zieht sich ebenfalls zurück: Wachsender Druck auf Online-Plattformen wegen Falschinformationen und Hassrede

Die EU-Kommission hat beschlossen, vorübergehend keine bezahlten Werbekampagnen auf der Plattform X (ehemals Twitter) zu schalten. Dieser Schritt erfolgt aufgrund von irreführenden Informationen zum Gaza-Krieg, die auf der Onlineplattform verbreitet werden. Bereits zuvor hatte IBM seine Werbekampagnen auf X eingestellt.
Ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte die Entscheidung und wies auf die alarmierende Zunahme von Desinformation und Hassrede hin. Die Behörde beabsichtigt jedoch, weiterhin auf der Plattform präsent zu sein, insbesondere für die öffentliche Kommunikation über ihre Arbeit. Die vorläufige Aussetzung bezieht sich ausschließlich auf bezahlte Werbekampagnen, während die genaue Höhe der finanziellen Mittel, die die Kommission für Werbung auf X und anderen sozialen Netzwerken ausgibt, nicht bekannt gegeben wurde.
Die Entscheidung der EU-Kommission erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Kritik an X, nicht entschlossen genug gegen Falschinformationen und Hassrede auf der Plattform vorzugehen. Die EU-Kommission hat bereits offizielle Anfragen an das soziale Netzwerk gerichtet, nachdem zahlreiche illegale und irreführende Beiträge zum Gaza-Krieg gemeldet wurden.
Im Rahmen eines neuen EU-Gesetzes sind Online-Plattformen dazu verpflichtet, konsequent gegen illegale Inhalte wie Hassrede und Hetze im Netz vorzugehen. Kurz zuvor hatte auch der Technologieriese IBM angekündigt, alle Werbung auf Elon Musks Online-Plattform zu stoppen, nachdem seine Anzeigen neben Inhalten mit nationalsozialistischer Ideologie platziert wurden. IBM betonte, dass Hassrede inakzeptabel sei und eine Untersuchung der Situation eingeleitet wurde.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Entscheidungen von Unternehmen und Organisationen, ihre Präsenz auf X zu überdenken, verdeutlichen die wachsende Sorge über die Verbreitung von Desinformation und extremistischen Inhalten auf sozialen Netzwerken und die Notwendigkeit, konkrete Schritte zur Bekämpfung dieses Problems zu unternehmen.


