Europäische Börsen unter Druck: Technologie- und Luxuswerte belasten
Der Stoxx 600 verliert 0,7 Prozent – STMicroelectronics bricht über 15 Prozent ein und reißt Frankreich und Italien mit.

Die europäischen Aktienmärkte starten schwach in den Handelstag. Der europaweite Stoxx 600 gibt zum Handelsauftakt um 0,7 Prozent nach, belastet von einer breiten Schwäche im Technologiesektor sowie von Verlusten bei Konsumgüterwerten, die in der vorangegangenen Sitzung noch zugelegt hatten.
Besonders stark unter Druck steht STMicroelectronics: Der Halbleiterhersteller bricht nach Vorlage seiner Geschäftszahlen um mehr als 15 Prozent ein. Das Unternehmen belastet damit vor allem die Indizes in Frankreich und Italien spürbar.
Der italienische FTSE MIB verzeichnet mit einem Minus von 1,4 Prozent die stärksten Verluste unter den großen europäischen Leitindizes. Der französische CAC 40 in Paris verliert 0,9 Prozent, wobei Luxuswerte ihre jüngsten Verluste weiter ausweiten. LVMH, der weltgrößte Luxusgüterkonzern, gibt um 1,9 Prozent nach.
DAX und FTSE 100 ebenfalls im Minus
Auch der deutsche DAX bleibt nicht verschont und fällt um 0,8 Prozent. Infineon, einer der bedeutendsten deutschen Halbleiterhersteller, gibt dabei um 5,6 Prozent nach und gehört damit zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex. Die Schwäche im Chipsektor zieht sich damit durch nahezu alle großen europäischen Märkte.
Der Londoner FTSE 100 verliert 0,4 Prozent und wird dabei von fallenden Pharmatiteln belastet. GSK büßt 2,3 Prozent ein, AstraZeneca gibt um 1,8 Prozent nach. Beide Unternehmen gehören zu den schwergewichtigsten Pharmawerten an der Londoner Börse.
Der niederländische AEX fällt um 0,8 Prozent, belastet von KI-bezogenen Aktien. BE Semiconductor verliert nach der Vorlage seiner Quartalszahlen 3,1 Prozent.
Japan im Gegensatz: Nikkei profitiert von KI-Hoffnungen
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Zur AktienanalyseWährend Europa schwächelt, zeigt sich der japanische Aktienmarkt im frühen Handel von einer freundlicheren Seite. Der Nikkei-Index steigt um 0,6 Prozent auf 66.519,40 Punkte, angetrieben von der Hoffnung auf eine wachsende Nachfrage im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.
Chipwerte führen die Gewinne in Tokio an: Renesas Electronics legt um 2,5 Prozent zu, Lasertec notiert sogar 6,5 Prozent höher. Als Rückenwind gilt dabei die Ankündigung von Alphabet, die Prognose für die diesjährigen Investitionsausgaben um 15 Milliarden US-Dollar anzuheben – ein Signal für den anhaltenden Ausbau der KI-Infrastruktur weltweit.
Dennoch bleibt die Stimmung in Tokio nicht ungetrübt. Anleger beobachten die Entwicklungen im Nahen Osten und die Rohölpreise aufmerksam. Hintergrund ist eine Drohung von US-Präsident Trump, die iranische Infrastruktur zu zerstören, falls der Iran Schiffe angreift, die die Straße von Hormus passieren. Der US-Dollar notiert bei 163,11 Yen.


