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Europäische Gaspreise fallen – Hoffnung auf Iran-Friedensabkommen wächst

Hoffnungen auf ein US-Iran-Abkommen und eine Öffnung der Straße von Hormus drücken die europäischen Erdgaspreise deutlich.

Europäische Gaspreise fallen – Hoffnung auf Iran-Friedensabkommen wächst

Die europäischen Erdgaspreise stehen am Montag unter Druck. Der richtungsweisende niederländische Frontmonatskontrakt am TTF-Hub fiel bis 09:09 Uhr ET (13:09 Uhr GMT) um 6,7 Prozent auf 43,77 Euro pro Megawattstunde. Zuvor war der Kontrakt sogar auf rund 41 Euro pro Megawattstunde abgerutscht, konnte jedoch einen Teil der Verluste wieder aufholen. Auslöser für den Preisrückgang sind aufkeimende Hoffnungen auf ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran.

Trotz des deutlichen Rückgangs notiert der TTF-Kontrakt weiterhin klar über dem Vorkriegsniveau. Hauptgrund dafür ist die anhaltende faktische Sperrung der Straße von Hormus, die Europa von wichtigen Flüssigerdgas-Importen aus der Golfregion abgeschnitten hat. Die Straße von Hormus gilt als einer der bedeutendsten Energiekorridore der Welt und ist für die globale Gasversorgung von zentraler Bedeutung.

Trumps Signale sorgen für Bewegung an den Märkten

US-Präsident Donald Trump hat in einem Social-Media-Post angedeutet, dass die Straße von Hormus „FÜR ALLE OFFEN" sein werde, sollte der Iran den Forderungen der USA zustimmen. Trump erklärte zudem, dass der US-Angriff auf den Iran – den Washington gemeinsam mit Israel Ende Februar begonnen hatte – „beendet sein wird", wenn Teheran „zustimmt, das zu geben, was vereinbart wurde". Konkrete Details zu den iranischen Zusagen nannte er nicht.

Gleichzeitig drohte Trump mit der Wiederaufnahme der Bombardierungen „auf einem viel höheren Niveau und mit größerer Intensität als zuvor", sollte ein Abkommen scheitern. Er behauptete jedoch, dass bei der Erzielung einer Einigung „große Fortschritte" erzielt worden seien. Gegenüber der New York Post erklärte der Präsident, es sei „zu früh", um über mögliche persönliche Gespräche mit dem Iran nachzudenken.

Axios: Weißes Haus glaubt an baldige Einigung

Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Axios glaubt das Weiße Haus, kurz vor einem Abkommen mit dem Iran über eine einseitige Absichtserklärung – ein sogenanntes Memorandum of Understanding – zu stehen. Dieses Dokument soll den Rahmen für detailliertere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm festlegen. Washington erwartet laut dem Bericht eine Reaktion Teherans zu mehreren wichtigen Punkten innerhalb der nächsten 48 Stunden.

Ein potenzielles Abkommen würde laut Axios vorsehen, dass sich der Iran zu einem Moratorium bei der Urananreicherung verpflichtet. Im Gegenzug würden die USA der Aufhebung von Sanktionen und der Freigabe von derzeit eingefrorenen iranischen Geldern in Milliarden US-Dollar zustimmen. Zudem würden die Beschränkungen für die Straße von Hormus aufgehoben, um den Transit durch diesen strategischen Engpass wieder zu ermöglichen.

Axios betonte, dass dies die größte Annäherung beider Seiten seit Ausbruch der Kämpfe Ende Februar sei – auch wenn noch nichts endgültig vereinbart wurde. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte laut CNBC, man prüfe den Vorschlag Washingtons. Pakistan, das als Vermittler zwischen den USA und dem Iran fungiert, bestätigte laut Reuters ebenfalls, dass sich beide Seiten einer Einigung nähern.

Bedeutung für europäische Energieversorger und Anleger

Für europäische Energieversorger und Privatanleger ist die Entwicklung an den Gasmärkten von erheblicher Relevanz. Ein dauerhaftes Abkommen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus könnten die Flüssigerdgas-Importe aus der Golfregion nach Europa wieder normalisieren und den Preisdruck auf die Energiemärkte spürbar mindern. Solange jedoch keine endgültige Einigung vorliegt, bleibt die Lage volatil und die Preise anfällig für neue Eskalationen.

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