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Europäische Märkte schwächer – Trump droht mit neuen Autozöllen

Neue Handelsspannungen und Unruhen im Nahen Osten belasten die europäischen Börsen zum Wochenauftakt spürbar.

Europäische Märkte schwächer – Trump droht mit neuen Autozöllen

Die europäischen Aktienmärkte starten schwächer in die neue Handelswoche. Anleger reagieren nervös auf eine erneute Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump sowie auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Die Stoxx-50-Futures deuten auf ein Minus von 0,32% hin, der deutsche DAX verliert vorbörslich 0,27%, der französische CAC 40 gibt um knapp 0,1% nach, und der italienische FTSE MIB notiert 0,31% tiefer. Der britische FTSE 100 bleibt wegen des Feiertags „Early Spring Bank Holiday" geschlossen.

Besonders stark unter Druck geraten europäische Automobilwerte. Im vorbörslichen Handel verzeichnen sie Verluste zwischen 1,2% und 2,2%. Auslöser ist eine Ankündigung von US-Präsident Trump vom Freitag, wonach er die Zölle auf Pkw und Lkw aus der Europäischen Union auf 25% anheben will. Die Europäische Kommission reagierte zurückhaltend, aber bestimmt: Sie halte sich alle Optionen für eine Reaktion offen.

Trumps Zolldrohung trotz Gerichtsurteil

Die neue Drohung erfolgt trotz eines Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA vom Februar, das weite Teile von Trumps Zollagenda gekippt hatte. Dennoch hält die US-Regierung an ihrem handelspolitischen Kurs fest. Für die europäische Automobilindustrie, die stark vom US-Exportmarkt abhängt, wären Zölle in dieser Höhe eine erhebliche Belastung.

Neben den Handelsspannungen sorgt auch die Lage im Nahen Osten für Verunsicherung. US-Präsident Trump stellte einen neuen Plan namens „Project Freedom" vor, der darauf abzielt, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu geleiten. Das Vorhaben sieht den Einsatz von bis zu 15.000 Soldaten, Lenkwaffenzerstörern und 100 Flugzeugen vor. Die Straße von Hormus gilt als einer der wichtigsten Schifffahrtswege der Welt und ist für den globalen Ölhandel von zentraler Bedeutung.

Schiff vor den Emiraten von Projektilen getroffen

Die Lage in der Region bleibt angespannt. Die United Kingdom Maritime Trade Operations meldete am frühen Montag, dass ein Schiff nördlich der Stadt Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten von Projektilen getroffen wurde. Solche Vorfälle schüren die Sorgen um die Sicherheit wichtiger Handelsrouten und die Stabilität der Energieversorgung.

Die Ölpreise reagierten auf die Entwicklungen mit leichten Abgaben. Die globale Referenzsorte Brent verbilligte sich im frühen Handel um 0,8% auf 107,38 US-Dollar pro Barrel. West Texas Intermediate (WTI) sank um 0,84% auf 101,10 US-Dollar je Barrel.

Pandora mit Quartalszahlen im Fokus

Auf der Unternehmensseite steht der dänische Schmuckhersteller Pandora im Mittelpunkt. Das Unternehmen wird im Tagesverlauf seine Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Anleger dürften die Zahlen genau beobachten, um Hinweise auf die Konsumstimmung in Europa und weltweit zu erhalten.

Insgesamt bleibt das Marktumfeld von Unsicherheit geprägt. Die Kombination aus geopolitischen Risiken im Nahen Osten und einer möglichen Eskalation des transatlantischen Handelskonflikts belastet die Stimmung an den europäischen Börsen zum Start in die neue Woche.

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