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Europäischer Automarkt 2025: E-Autos legen zu, Verbrenner verlieren

Der europäische Automobilmarkt verzeichnete 2025 ein Wachstum von 1,8 Prozent auf 10,8 Millionen Fahrzeuge. Elektroautos legten dabei um fast 30 Prozent zu, während reine Verbrenner weiter an Bedeutung verlieren.

Europäischer Automarkt 2025: E-Autos legen zu, Verbrenner verlieren

Der europäische Automobilmarkt hat das Jahr 2025 mit einem moderaten Wachstum abgeschlossen. Laut dem Branchenverband ACEA wurden in der Europäischen Union insgesamt 10,8 Millionen Fahrzeuge verkauft – ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im Dezember stieg die Zahl der Neuzulassungen um 5,8 Prozent auf 963.319 Einheiten.

Elektromobilität auf dem Vormarsch

Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment der Elektrofahrzeuge. Mit knapp 1,9 Millionen verkauften E-Autos verzeichnete dieser Bereich einen Zuwachs von 29,9 Prozent. Der Marktanteil elektrischer Fahrzeuge kletterte damit auf 17,4 Prozent – fast vier Prozentpunkte mehr als 2024. Trotz dieser positiven Entwicklung sieht der ACEA erheblichen Nachholbedarf.

ACEA-Generalsekretärin Sigrid de Vries mahnte: "Europa muss die Rahmenbedingungen dringend verbessern." Sie forderte einen beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur, wettbewerbsfähige Strompreise sowie verlässliche Kaufanreize in allen Mitgliedstaaten. Besonders kritisch wird die Situation ab 2030, wenn Autohersteller den E-Auto-Anteil fast verdreifachen müssen, um CO2-Strafzahlungen zu entgehen.

Starke regionale Unterschiede in Europa

Die Elektrifizierung des Automarktes verläuft in Europa höchst unterschiedlich. Während in Dänemark bereits vier von fünf Neuwagen elektrisch fahren und die Niederlande auf rund zwei Drittel E-Auto-Anteil kommen, dümpeln osteuropäische Märkte wie Tschechien oder Ungarn im einstelligen Prozentbereich. Auch Südeuropa bleibt bei der E-Mobilität deutlich zurück.

Hybride als Brückentechnologie dominant

Den größten Marktanteil erreichten 2025 Hybridfahrzeuge mit 34,5 Prozent. Reine Benziner und Diesel ohne elektrische Unterstützung kommen zusammen nur noch auf 35,5 Prozent. De Vries sieht darin einen Beleg für die Notwendigkeit eines technologieoffenen Ansatzes bei der Transformation der Automobilindustrie.

Volkswagen baut Führungsposition aus

Bei den Herstellern festigte der Volkswagen-Konzern seine Spitzenposition deutlich. Mit den Marken VW, Skoda, Audi, Cupra und Porsche erreichte der Konzern einen Marktanteil von 27,6 Prozent. Die Opel-Mutter Stellantis, die unter anderem Peugeot, Citroën und Fiat umfasst, fiel dagegen auf 15,3 Prozent zurück. Renault behauptete mit 11,5 Prozent Rang drei.

Das stärkste Wachstum verzeichnete der chinesische Hersteller BYD, der seine Verkaufszahlen gegenüber 2024 verdreifachte. Beim Marktanteil liegt BYD inzwischen gleichauf mit dem US-Elektroautobauer Tesla – ein bemerkenswerter Erfolg für den chinesischen Newcomer auf dem europäischen Markt.

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